CFD-Broker im Vergleich

Wissenswertes zum CFD-Handel

Heutzutage gibt es nicht nur für sicherheitsorientierte Anleger zahlreiche Produkte, sondern es stehen mit den sogenannten Derivaten ebenso zahlreiche Finanzprodukte zur Verfügung, die für risikoorientierte Anleger und Trader interessant sind, die unter Berücksichtigung eines hohen Risikos einen möglichst ebenso hohen Gewinn erzielen möchten. Zu den Derivaten zählen nicht nur Futures und Optionen, sondern darüber hinaus auch die sogenannten CFDs. Die Abkürzung CFD steht dabei für „Contract For Difference“, was ins Deutsche übersetzt Differenzen-Kontrakt bedeutet.

Bei einem CFDs handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Anbieter, dass die Wertdifferenz, die sich bezüglich eines Basiswertes zwischen dem Zeitpunkt der Eröffnung und der Schließung der jeweiligen Position ergibt, ausgetauscht wird. Eine wesentliche Eigenschaft der CFDs besteht demzufolge darin, dass es einen Basiswert gibt, auf den sich der jeweilige Kontrakt bezieht. In der Fachsprache wird dieser Basiswert auch als Underlying bezeichnet, zumal es sich dabei nicht nur um ein typisches Merkmal der CFDs handelt, sondern um eine wesentliche Eigenschaft der Derivate als solche. Mit einem CFD hat der Trader also die Möglichkeit, auf die Kursentwicklung des Underlying zu spekulieren.

Themenübersicht zum CFD-Handel

Wie funktioniert der Handel mit CFDs?

Die Basis für den Handel mit CFDs besteht darin, dass der Kunde sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren kann. Er muss sich lediglich entscheiden, ob er sich für den Erwerb einer Kaufposition (Long-Position) oder für eine Verkaufs-Position (Short-Position) entscheidet. Mit einer Long-Position spekuliert der Kunde auf steigende Kurse, während er sich bei der Short-Position dafür entscheidet, mit fallenden Kursen zu rechnen.

Wer als Anleger beispielsweise der Überzeugung ist, dass der Goldpreis in Zukunft steigen wird, der hat über die entsprechenden CFDs die Möglichkeit, auf steigende Goldpreise zu spekulieren. Die Funktionsweise dieser CFDs bestehen darin, dass der Kunde die Differenz zwischen dem Goldpreis, wie er zum Kaufzeitpunkt des CFDs notiert hat, und dem späteren Goldpreis, der zum Zeitpunkt des Verkaufs aktuell sein wird, ausgezahlt bekommt. Steigt der Goldpreis zwischen dem Kauf und dem Verkaufsdatum also beispielsweise um 50 Euro je Feinunze, so würde der Kunde je Kontrakt (Feinunze als Basis) einen Betrag von 50 Euro als „Ausgleich“ erhalten.

Die Funktionsweise des CFD-Handels beinhaltet allerdings auch, dass es ein erhebliches Risiko gibt. Sollte sich der Kurs des Underlying nämlich in die „falsche“ Richtung entwickeln, also beispielsweise fallen statt steigen, so kann dies zu einem hohen Verlust führen.

Die Laufzeit von CFDs

Während sich Optionen und Futures dadurch kennzeichnen, dass diese eine bestimmte Laufzeit haben, ist dies bei CFDs meistens nicht der Fall. Die Kontrakte besitzen also in aller Regel weder ein Verfallsdatum noch eine eingegrenzte Laufzeit, sodass der jeweilige Inhaber frei entscheiden kann, ob und wann er die Position schließen möchte. Während die nicht vorhandene Laufzeitbegrenzung die Regel ist, gibt es allerdings auch einige Ausnahmen, im Zuge derer CFDs mit einer bestimmten Laufzeit ausgestattet sind. Daher sollten Anleger und Trader stets beachten, um welche Art von Kontrakten es sich jeweils handelt.

Die verschiedenen CFD-Märkte

CFDs sind nicht nur wegen der hohen Gewinnmöglichkeiten beliebt, sondern darüber hinaus gelten sie als sehr flexibel und es ist mittlerweile eine große Auswahl an Produkten dieser Art vorhanden. Es gibt diverse handelbare Märkte, die im Prinzip mit den Formen der nutzbaren Basiswerte gleichzusetzen sind. Die folgenden Arten von Underlyings lassen sich über die jeweiligen CFDs handeln:

  • Devisen
  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Indizes
  • Zinssätze
  • Sektoren / Branchen

Bei den zuvor genannten Underlyings handelt es sich um verschiedene Gruppen, zu denen die einzelnen Finanzprodukte zusammengefasst werden. So fallen in den Bereich der Rohstoffe beispielsweise Gold, Silber oder Öl, auf deren Preisentwicklung mithilfe vieler CFDs spekuliert werden kann.

Zwei wichtige Begriffe beim CFD-Handel: Margin und Hebel

Zwei wichtige Begriffe, deren Bedeutung man auf jeden Fall kennen sollte, bevor man in den CFD-Handel einsteigt, lauten Margin und Hebel. Bei CFDs handelt es sich um sogenannte Hebelprodukte, was in erster Linie beinhaltet, dass der Kunde mit deutlich mehr Kapital handeln kann, als er selbst zur Verfügung hat. Die jeweiligen CFD-Broker, über die im Folgenden noch näher zu sprechen sein wird, stellen ihren Kunden nämlich einen Hebel zur Verfügung. Vereinfacht dargestellt ist der Hebel das Verleihen von Kapitalkapital, welches vom Broker an den Kunden fließt. Im Bereich des CFD-Handels können sich die Hebel durchaus zwischen 100:1 und bis zu 400:1 bewegen.

Was der Hebel in der Praxis beinhaltet und wozu er genutzt wird, lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen. Kann der Kunde beispielsweise mit einem Hebel von 200:1 handeln, so würde dies bedeuten, dass der Broker ihm quasi das 200-fache seines eigenen Kapitaleinsatzes leiht. Unter Berücksichtigung eines Hebels von 200:1 könnte der Kunde also beispielsweise CFDs auf Gold im Gegenwert von insgesamt 20.000 Euro kaufen, und müsste dabei nur 100 Euro eigenes Kapital einsetzen.

Das Margin steht immer im Zusammenhang mit dem Hebel

Margin und Hebel stehen in enger Verbindung zueinander. Das Margin ist die Sicherheitsleistung, die der Kunde erbringen muss, um vom Broker Geld geliehen zu bekommen und dieses Kapital dann zum Handel nutzen zu können. Basierend auf dem zuvor genannten Beispiel würde das bedeuten, dass bei einem Hebel von 200:1 ein Margin von 0,5 Prozent gefordert wird. Der Kunde muss also insgesamt 0,5 Prozent des gesamten Einsatzes als Sicherheitsleistung in Form von Guthaben auf seinem Konto haben. Multipliziert man Margin und Hebel, so muss dies stets in der Summe 100 ergeben. (Hebel von 200 * 0,5 Prozent).

Um das Verhältnis zwischen Margin und Hebel zu verstehen, ist wiederum ein Praxisbeispiel sinnvoll. Bietet der Broker beispielsweise einen Hebel von 400:1 an, so muss das Margin lediglich 0,25 Prozent betragen. Würde der Hebel hingegen nur 100:1 betragen, so wäre ein Margin von einem Prozent gefordert. Möchte der Kunde also beispielsweise CFDs im Gegenwert von 10.000 Euro handeln, so müsste er im letztgenannten Fall 100 Euro als eigenes Kapital und gleichzeitiges Margin hinterlegen.

Die Kosten beim CFD-Handel

Es gibt im Wesentlichen zwei Kostenarten, die beim CFD-Handel auftreten können. Kontoführungsgebühren verlangen die meisten CFD-Broker nicht, was teilweise auch für die Transaktionskosten in Form von Ordergebühren gilt. Einen Kostenfaktor gibt es beim CFD-Handel allerdings definitiv, nämlich den sogenannten Spread. Der Spread ist die Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufskurs, den jeweils der Broker stellt. Der Spread wird auch als Geld-Brief-Spanne bezeichnet und beispielsweise in Pips oder in Punkten ausgedrückt.

Wer zum Beispiel CFDs mit dem Deutschen Aktienindex (DAX) als Basis handelt, der handelt je nach Broker zum Beispiel mit einem Spread von fünf Punkten. Wer also einen DAX-CFD bei einem Punktestand des DAX-Index von beispielsweise 9.500 Punkten kauft, der könnte – ohne Veränderungen des DAX-Punktestandes – den Verkauf unter „Abzug“ von fünf Punkten, also im Gegenwert von 9.495 Euro, durchführen.

Neben dem Spread kann es noch zu weiteren Kosten kommen, nämlich zu Finanzierungskosten. Diese entstehen allerdings nur dann, wenn eine Long-Position über einen Tag hinaus, also über Nacht, gehalten wird. In dem Fall verlangt der CFD-Broker Zinsen, weil er dem Kunden sein Kapital zur Verfügung stellt.

CFDs über Forex- und CFD-Broker handeln

CFDs können normalerweise nicht über die gewöhnliche Bank oder einen Aktienbroker gehandelt werden, sondern diese Handelsinstrumente werden von speziellen Brokern angeboten. Es handelt sich dabei entweder um Forex-Broker oder um spezialisierte CFD-Broker. Viele Forex-Broker bieten neben dem Handel mit Devisen nämlich auch die Möglichkeit an, CFD-Kontrakte zu handeln. Allerdings ist die Auswahl dann meistens relativ eingeschränkt, sodass nur wenige CFD-Arten zur Verfügung stehen.

Anders sieht es hingegen bei den meisten reinen CFD-Brokern aus. Um mit CFDs spekulieren zu können, muss der Kunde zunächst ein Handelskonto bei einem solchen Broker eröffnen. Der Handel als solcher läuft über die vom Broker zur Verfügung gestellte Handelsplattform ab. Hier kann der Kunde Aufträge erteilen, wie es auch beispielsweise beim normalen Aktienhandel der Fall ist. Zu beachten ist nur, dass die CFD-Kontrakte nicht über die Börse, sondern außerbörslichen gehandelt werden, denn Vertragspartner sind hier Kunde und Broker.

Die meisten CFD-Broker bieten ihren Kunden eine umfangreiche Trading-Plattform an, die über zahlreiche Funktionen verfügt. Insbesondere beim Brokervergleich spielen diese Funktionen der Handelsplattform sowie deren möglichst leichte Bedienbarkeit eine wesentliche Rolle.

Die folgenden Funktionen und Möglichkeiten sollte die Trading-Plattform für den CFD-Handel möglichst enthalten:

  • Anzeige von Realtime-Kursen (der Basiswerte)
  • Darstellung von Charts
  • Kontoübersicht
  • News (Finanznachrichten)
  • One-Click-Trading (Auftrag direkt aus dem Chart erteilen)
  • Demoversionen zum Trainieren des Handels

Fazit zum CFD-Handel

Wer sich für den Handel mit CFDs entscheidet, der sollte sich unbedingt darüber im Klaren sein, dass es sich dabei um eine Spekulation handelt. Der Handel mit Contracts For Difference ist risikoreich, bietet auf der anderen Seite aber auch die Chance, in nur kurzer Zeit extrem hohe Gewinne zu erzielen. Dies wird insbesondere durch den Hebel ermöglicht, denn der Kunde muss beispielsweise nur 0,5 Prozent des gesamten Gegenwertes als eigenes Kapital investieren. Der CFD-Handel ist vor allem für spekulativ eingestellte Anleger geeignet, die darüber hinaus viel Zeit und Lust haben, sich möglichst täglich mit den Finanzmärkten und den verschiedenen Basiswerten zu beschäftigen. Zur langfristigen Geldanlage sind CFDs hingegen absolut nicht geeignet, auch wenn es meistens keine Laufzeitbegrenzung gibt.