Wohngebäudeversicherung im Vergleich

Wissenswertes zur Wohngebäudeversicherung

Während die Hausratversicherung für alle Inhaber einer Wohnung bzw. eines Hauses mit eigenem Hausrat wichtig ist, unabhängig davon, ob es sich um Mieter oder Eigentümer handelt, ist die Gebäudeversicherung ausschließlich für Immobilieneigentümer interessant. Jeder Immobilieneigentümer nötigt neben der Hausratversicherung eine solche Gebäudeversicherung, da natürlich nicht nur am Hausrat Schäden verursacht werden können, sondern auch an der Immobilie selbst. Daher gehört die Wohngebäudeversicherung definitiv zu den wichtigsten Versicherungen, die es für Immobilieneigentümer am Markt gibt.

Der Begriff der Gebäudeversicherung ist etwas weiter gefasst als der der Wohngebäudeversicherung, was daran liegt, das Gebäude natürlich nicht nur privat, sondern auch gewerblich genutzt werden können. Demzufolge wird eine Gebäudeversicherung nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von Unternehmen und Betrieben abgeschlossen, welche die vorhandenen Immobilien gewerblich nutzen. Wird die Immobilie hingegen privat genutzt, so wird in der Regel nicht von einer Gebäudeversicherung, sondern von einer Wohngebäudeversicherung gesprochen, wobei sich beide Versicherungen im Inhalt nicht voneinander unterscheiden.

Themenübersicht zur Wohngebäudeversicherung

Die Leistungen der Wohngebäudeversicherung

Die Hauptleistung der Wohngebäudeversicherung besteht darin, einen Schaden zu regulieren, der an der Immobilie entstanden ist. Wie schon beim Hausrat der Fall, so gibt es auch beim Wohngebäude diverse Ursachen, die zu einem versicherten Schaden führen können. Wichtig zu beachten ist, dass maximal der Schaden ersetzt wird, der sich innerhalb der gewählten Versicherungssumme befindet. Da gerade Immobilien Wert- und Preisschwankungen unterliegen, ist es von enormer Bedeutung, dass in regelmäßigen Abständen überprüft wird, ob die bei Vertragsabschluss gewählte Versicherungssumme noch aktuell ist. Wer nämlich beispielsweise vor zehn Jahren eine Wohngebäudeversicherung mit einem Versicherungswert von beispielsweise 200.000 Euro auf Grundlage des damaligen Wertes des Haus abgeschlossen hat, der muss die Versicherungssumme heute vielleicht erhöhen, weil der Wert der Immobilie gestiegen ist.

Welche Schäden sind im Zuge der Wohngebäudeversicherung versichert?

Es gibt zahlreiche Schadensursachen, die zu einer Beschädigung oder sogar Zerstörung der versicherten Immobilie führen können. Im Wesentlichen sind das die folgenden Schadensursachen:

  • Brand oder Explosion
  • Sturm
  • Hagel
  • Überschwemmung
  • mutwillige Zerstörung, Beschädigung (Vandalismus)
  • Blitzschlag

Die zuvor genannten Schadensursachen sind im Prinzip über jede Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere zu Schadensursachen, die optional versichert werden müssen. Gemeint sind damit in erster Linie die sogenannten Elementarschäden, die in der Praxis leider nicht selten auftreten.

Die Elementarschäden im Zuge der Wohngebäudeversicherung

Unter dem Begriff Elementarschäden werden solche Schadensursachen zusammengefasst, die auf Naturgewalten zurückzuführen sind. Gemeint sind damit keine Wetterereignisse, wie es beim Hagel oder beim Sturm der Fall ist, sondern es handelt sich hier bei um nicht alltägliche, aber zugleich dennoch schwerere Naturereignisse. Die folgenden Ereignisse werden zu den Elementarschäden bzw. elementaren Ereignissen gerechnet:

  • Vulkanausbruch
  • Hochwasser
  • Sturmflut
  • Lawinen
  • Erdrutsch
  • Erdbeben

Der Einschluss von Elementarschäden in die Wohngebäudeversicherung ist natürlich vor allem für solche Versicherten wichtig, die in einer Region wohnen, in denen derartige Schadensursachen auftreten können. Wer also beispielsweise in der Alpenregion wer wohnt, der sollte aufgrund der Nähe zum Gebirge durchaus das Risiko von Lawinen und Erdrutschen mit in den Vertrag einschließen. Andererseits muss natürlich das Risiko von Vulkanausbrüchen nicht mit eingeschlossen werden, wenn in einer Region gewohnt wird, wo der nächste Vulkan mehrere Tausend Kilometer entfernt ist.

Das Problem bei den Elementarschäden besteht allerdings darin, dass manche Versicherer in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger dazu übergehen, die Absicherung von Elementarschäden genau dann abzulehnen, wenn sich das Haus in einer Region befindet, die besonders von solchen möglichen Schadensursachen bedroht ist. Konkret heißt das, wer beispielsweise in unmittelbarer Nähe eines Berges wohnt, der erhält oftmals keine Absicherung gegen Lawinen und Erdrutsche mehr. Hier ist es die Aufgabe des Verbrauchers, durch einen Vergleich der Versicherungen die Wohngebäudeversicherung zu finden, die solche Elementarschäden bei Bedarf noch mit einschließt.

Der Beitrag zur Wohngebäudeversicherung

Der Beitrag zur Wohngebäudeversicherung basiert in erster Linie auf der gewählten Versicherungssumme, also indirekt auf dem Wert der Immobilie. Es ist demnach natürlich teurer, wenn ein Haus mit einem aktuellen Verkehrswert von 300.000 Euro versichert werden soll, als wenn der Wert der Immobilie lediglich bei 150.000 Euro liegt. Darüber hinaus bestimmt auch die Bauart des Hauses die Höhe des Beitrages, da beispielsweise massive Steinhäuser statistisch betrachtet seltener als zum Beispiel Holzhäuser beschädigt werden. Die Größe des Gebäudes kann ebenfalls einen Einfluss darauf haben, wie hoch der Beitrag ist, den der Versicherte zahlen muss. Darüber hinaus spielt natürlich ebenfalls eine Rolle, welche Leistungen in die Versicherung mit eingeschlossen werden. Insbesondere dann, wenn auch Elementarschäden abgesichert werden sollen, kann der Versicherungsbeitrag durchaus deutlich höher ausfallen, als wenn diese Elementarschäden nicht Bestandteil des Vertrages sind.

Fazit zur Wohngebäudeversicherung

Das Fazit zur Wohngebäudeversicherung ist relativ eindeutig, denn diese Versicherung ist für jeden Immobilieneigentümer ohne Einschränkung zu empfehlen. In der Praxis ist es ohnehin so, dass die weitaus meisten Immobilien durch einen Bankkredit finanziert sind und die Bank ein solches Darlehen nur unter der Voraussetzung vergeben wird, dass der Kunde zumindest eine Feuerversicherung abgeschlossen hat. Die Feuerversicherung ist im Grunde ein Bestandteil einer jeden Wohngebäudeversicherung, wobei sich viele Kreditinstitute inzwischen nicht mit einer Feuerversicherung zufriedengeben, sondern eine komplette Wohngebäudeversicherung verlangen, da hier noch deutlich mehr Schadensursachen versichert sind.