Risikolebensversicherung im Vergleich

Wissenswertes zur Risikolebensversicherung

Einige Millionen Verbraucher haben in Deutschland eine Lebensversicherung abgeschlossen, um einerseits im Fall des eigenen Todes Angehörige abzusichern und andererseits finanzielle Vorsorge zu betreiben. Ganz wichtig ist zu wissen, dass es zwei verschiedene Hauptvarianten von Lebensversicherungen gibt, nämlich zum einen die kapitalbildende Lebensversicherung (Kapitallebensversicherung) und zum anderen die Risikolebensversicherung. Zwischen diesen zwei Varianten muss definitiv differenziert werden, denn während die Risikolebensversicherung ausschließlich der finanziellen Vorsorge für den Todesfall dient, kann die Kapital-Lebensversicherung darüber hinaus auch zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge zu Lebzeiten genutzt werden.

Die Risikolebensversicherung ist derzeit wohl die beste Möglichkeit, die finanzielle Vorsorge für die Familie durchzuführen, falls der Versicherte versterben sollte. Die Funktionsweise der Risikolebensversicherung ist relativ einfach, denn im Fall des Todes zahlt die Versicherungsgesellschaft die bei Vertragsabschluss vereinbarte Versicherungssumme an den Begünstigten, der ebenfalls vertraglich erwähnt werden muss. Sinnvoll ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung natürlich ausschließlich für Verbraucher, die nahe Angehörige haben, die sie im Falle ihres Todes absichern möchten. Darüber hinaus macht der Abschluss einer solchen Versicherung im Prinzip nur Sinn, falls der Versicherungsnehmer Hauptverdiener ist bzw. zumindest einen größeren Teil zum Familieneinkommen beiträgt. Grundsätzlich kann die Risiko-LV aber natürlich auch von Personen abgeschlossen werden, die kein eigenes Einkommen haben.

Themenübersicht zur Risikolebensversicherung

Die Leistungen der Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung basiert im Wesentlichen auf einer Hauptleistung, nämlich der Zahlung der Versicherungssumme, falls der Versicherungsnehmer bzw. die versicherte Person sterben sollte. Bei Vertragsabschluss muss nicht nur die versicherte Person benannt werden, sondern auch eine begünstigte Person, die im Versicherungsfall die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt bekommt. Meistens handelt es sich hier um den Ehepartner des Versicherten oder um dessen Kind. Während der Laufzeit ist es jederzeit möglich, den Begünstigten zu ändern, was natürlich ausschließlich der Versicherungsnehmer veranlassen kann.

Die Leistung der Versicherung wird immer dann fällig, wenn der Versicherte innerhalb der vereinbarten Vertragslaufzeit gestorben ist. Allerdings ist die Versicherungsgesellschaft nicht bei jedem Ableben dazu verpflichtet, die vertraglich zugesagte Leistung zu erbringen. Zunächst einmal ist es so, dass der Versicherer auf jeden Fall zahlen muss, falls der Versicherte eines natürlichen Todes gestorben ist. Etwas anders stellt sich die Situation jedoch dar, falls der Versicherungsnehmer ermordet wurde. In diesem Fall handhaben es die Versicherungsgesellschaften unterschiedlich, ob die Leistung sofort erbracht wird oder zunächst abgewartet wird, ob nicht vielleicht der Begünstigte sogar für den Mord verantwortlich ist. In diesem Fall würde natürlich keine Auszahlung der Versicherungssumme an diese begünstigte Person erfolgen. Praktisch keine Versicherungsgesellschaft wird hingegen die Leistung erbringen, falls es sich herausstellt, dass Selbstmord die Todesursache gewesen ist.

Die Beiträge zur Risikolebensversicherung

Es gibt verschiedene Komponenten, die sich auf den Beitrag auswirken, der zur jeweiligen Risikolebensversicherung zu zahlen ist. Zunächst einmal ist es natürlich die Höhe der Versicherungssumme, die sich entscheidend auf die Beitragshöhe auswirkt, auch wenn der Einfluss vielleicht nicht ganz so hoch ist, wie sich viele Verbraucher vorstellen. In der Praxis macht es nämlich keinen so großen Unterschied, ob eine Versicherungssumme von beispielsweise 80.000 oder 150.000 Euro vereinbart wird. Aus dem Grund sollten Versicherte auch darauf achten, eine nicht zu geringer Versicherungssumme zu wählen. Denn immerhin soll die Familie mit dieser Summe möglich über viele Jahre hinweg finanziell abgesichert sein. Wenn man sich dann vor Augen führt, dass das durchschnittliche Nettoeinkommen in Deutschland bei rund 30.000 Euro liegt, so wäre eine Versicherungssumme von immerhin stattlichen 100.000 Euro bereits nach drei Jahren aufgebraucht.

Neben der Versicherungssumme ist es vor allem das Alter des Versicherungsnehmers, welches sich auf die Höhe des Beitrages auswirkt. Hier ist es so wie bei vielen anderen Versicherungen, die etwas mit dem Tod oder dem Gesundheitszustand des Versicherten zu tun haben, dass die Versicherung umso teurer wird, desto älter der Versicherte bei Vertragsabschluss ist. Ferner wirkt sich auch der Gesundheitszustand auf dem Beitrag aus bzw. er kann sich auswirken, falls es bestimmte Vorerkrankungen gibt. Diese führen bei den meisten Versicherern nämlich zu einem Beitragsaufschlag, da sich das Todesfallrisiko bei bestimmten Vorerkrankungen erhöht, zumindest was die Statistik betrifft. Aus dem Grund nehmen viele Versicherer auch zunächst eine Gesundheitsprüfung vor, bevor der Antrag auf die Risikolebensversicherung genehmigt wird.

Ein weiterer Faktor, der sich auf den Beitrag auswirken kann, ist mitunter auch der Beruf des Versicherten. Zumindest statistisch betrachtet gibt es durchaus Berufe, die ein erhöhtes Risiko von Verletzungen oder sogar Todesfällen beinhalten, sodass manche Versicherer auch in diesem Bereich einen Beitragsaufschlag vornehmen.

Die folgenden Faktoren können sich also auf den Beitrag zur Risikolebensversicherung auswirken:

  • Höhe der Versicherungssumme
  • Eintrittsalter des Versicherten
  • Laufzeit des Vertrages
  • eventuelle Erkrankungen
  • eventuell der Beruf des Versicherten

Die Kreditversicherung als spezielle Variante der Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung kommt in der Praxis nicht nur auf rein privater Ebene vor, um die Angehörigen im eigenen Todesfall finanziell abzusichern. Darüber hinaus spielt diese Form der Versicherung durchaus auch im Bankenbereich eine Rolle, nämlich vornehmlich bei der Vergabe eines Darlehens. Sowohl beim Immobilienkredit also beim Ratenkredit verlangen nicht wenige Banken nämlich den Abschluss einer sogenannten Kreditversicherung, die mitunter auch als Restkreditversicherung oder Restschuldversicherung bezeichnet wird. Es handelt sich dabei im Prinzip um eine spezielle Form der Risikolebensversicherung, wobei meistens neben dem Tod des Kreditnehmers bzw. Versicherungsnehmers noch weitere Risiken abgesichert sind, wie zum Beispiel Berufsunfähigkeit oder zum Teil auch Arbeitslosigkeit.

Die Leistung einer solchen Kreditversicherung besteht darin, dass der Versicherer die Zahlung der noch offenen Kreditraten übernimmt, falls ein versichertes Ereignis eintritt. Bei diesem Ereignis kann es sich um den Tod des Kreditnehmers handeln oder dieser wird berufsunfähig und kann deshalb die noch offen Darlehensraten nicht mehr zahlen. Manche Restkreditversicherungen schließen auch bei eingetretener Arbeitslosigkeit eine Leistung mit ein.

Fazit zur Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist eine wichtige Versicherung, da die Angehörigen des Versicherten für dessen Todesfall finanziell abgesichert werden können. Insbesondere, wenn minderjährige Kinder vorhanden sind, sollte der Hauptverdiener eine solche Versicherung besitzen. Wenn zudem eine private Altersvorsorge aufgebaut werden soll, kann die Kapital-Lebensversicherung durchaus die sinnvollere Alternative sein.