19.01.2012
Zwangs-Migration bei maXXim gestartet
Die Drillisch-Affäre um Provisionen und gefälschte Verträge hat nun erste Konsequenzen für Bestandskunden des Mobilfunk-Discounters maXXim. Die ersten Kunden werden derzeit zwangsweise ins o2-Netz verlagert und erhalten dafür ein Rabatt-Trostpflaster. Wer das Netz nicht wechseln will, muss mittelfristig wohl mit Kündigung rechnen.
Die Drillisch-Tochter maXXim hat ihren Bestandskunden eine Modernisierung angekündigt: Sie erhalten derzeit dem Begleitschreiben zu urteilen eine aktuellere SIM-Karte mit erweitertem Speicher. Was dabei nicht explizit erwähnt wird: Die neue SIM-Karte ist mit einem Netzwechsel aus dem Telekom-Netz zu o2 verbunden und wird automatisch versendet. Die jeweils alte SIM-Karte wird zeitnah abgeschaltet. Ähnlich war auch die Drillisch-Tochter discoTEL mit ihren Classic-Kunden verfahren.
Rabatt versüßt Wechsel ins o2-Netz
Die neuen SIM-Karten werden derzeit an alle Bestandskunden versendet, die der vorangegangenen Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht widersprochen haben. Um den Wechsel in das neue Netz zu versüßen, verspricht der Provider zeitlich begrenzte Vorteile.
Bis zum 30. Juni gilt demnach ein Rabatt von 30 Prozent auf Inlandsverbindungen in deutsche Netze, SMS, MMS und GPRS-Verbindungen. Zudem sollen betroffene Kunden jeden Monat 10 MB Datenvolumen zusätzlich zum mobilen Surfen erhalten.
Zwangsumstellung auch für Altkunden, die widersprochen haben?
Abzuwarten bleibt derzeit, ob Bestandskunden, die der Umstellung widersprochen haben, dennoch zwangsweise umgestellt werden. Wie teltarif berichtet sollen Kunden, die auf ihre alte SIM-Karte im D1-Netz beharren, ein weiteres Angebot erhalten.
Sie sollen die Möglichkeit haben, ins Vodafone-Netz zu wechseln, das D-Netz-Qualität bietet. Einem Insider zufolge müssen Bestandskunden, die sich einem Wechsel dann immer noch widersetzen, mit einer fristgemäßen Kündigung rechnen.
