EDGE / GPRS
EDGE und GPRS bezeichnen zwei technische Standards, die außerhalb der UMTS-Netze bzw. in den GSM-Netzen anzutreffen sind. Bevor das UMTS-Netz seinen Siegeszug antrat, wurden beide Standards als Datenturbo vermarktet:
Wer über ein EDGE/GPRS-taugliches Mobiltelefon oder einen entsprechenden Surfstick verfügt, befindet sich unter der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen in der Lage, auch im GSM-Netz mit erhöhter Geschwindigkeit zu surfen.
Beide Technologien basieren auf einem vergleichsweise einfachen Prinzip: Sie nutzen sogenannte Zeitschlitze, um mehr Daten austauschen zu können. Über einen Mobilfunkmast können mehrere Mobiltelefone gleichzeitig genutzt werden, indem sie sich die Frequenz durch Zeitschlitze teilen. Sofern nicht alle Schlitze belegt sind, werden die freien Schlitze von EDGE und GPRS genutzt, um mehr Daten auszutauschen. Die Anzahl der freien Schlitze hängt davon ab, wie viele Mobilfunkkunden augenblicklich telefonieren.
Auch im Zeitalter der UMTS-Netze gilt es als empfehlenswert, EDGE/GPRS-taugliche Endgeräte zu nutzen. Denn überall dort, wo UMTS nicht verfügbar ist, funkt man automatisch im GSM-Netz. Um dort auf erträgliche bzw. alltagstaugliche Datenübertragungsraten zu kommen, sollte einer der beiden Datenturbos auf jeden Fall unterstützt werden.

