Krankenzusatzversicherung im Vergleich

Wissenswertes über Krankenzusatzversicherungen

Neben der privaten Krankenversicherung, die bestimmte Personengruppen in Form einer Vollversicherung nutzen können, gibt es im Krankenversicherungsbereich auch noch verschiedene Krankenzusatzversicherungen. Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung kann jeder Verbraucher eine solche Zusatzversicherung abschließen, also auch gesetzlich Krankenversicherte. Es ist sogar so, dass die privaten Krankenzusatzversicherungen in erster Linie für Verbraucher geeignet sind, die ansonsten in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Denn im Wesentlichen haben die verschiedenen Zusatzversicherungen die Aufgabe, die Leistungen der GKV zu ergänzen, zu erweitern oder Kosten zu übernehmen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt nicht getragen werden.

Es gibt diverse Krankenzusatzversicherungen, die natürlich nicht für jeden Verbraucher sinnvoll sein müssen, aber dennoch kann die eine oder andere Zusatzversicherung dieser Art sicherlich für viele gesetzlich Krankenversicherte zum optimalen Versicherungsschutz im Gesundheitsbereich beitragen. Im Folgenden sollen die neun am häufigsten genutzten Zusatzversicherungen etwas näher erläutert werden. Es handelt sich dabei um die folgenden Krankenzusatzversicherungen:

Zahnzusatzversicherung

Zahnzusatzversicherung zählt sicherlich zu den in Deutschland am häufigsten genutzten Krankenzusatzversicherungen. Während manch andere Zusatzversicherungen nicht für jeden Bürger sinnvoll sind, raten die meisten Experten und auch Verbraucherschützer dazu, dass zumindest gesetzlich Krankenversicherte eine solche Zahnzusatzversicherung abschließen sollten. Der Grund besteht vor allem darin, dass die gesetzliche Krankenversicherung gerade im Bereich des Zahnersatzes und bei einigen Vorsorgemaßnahmen entweder gar keine Kosten übernimmt oder nur einen Teil der anfallenden Kosten zahlt.

Die Leistungen der Zahnzusatzversicherung variieren natürlich je nach Anbieter und je nach Tarif, sodass ein Vergleich der Angebote sinnvoll ist. Im Wesentlichen bestehen die Leistungen bei der Zahnzusatzversicherung meistens darin, dass anfallende Kosten für Zahnersatz und andere Behandlungen bzw. Vorsorgemaßnahmen, wie zum Beispiel die professionelle Zahnreinigung, entweder ganz oder zu einem Teil übernommen werden.

Der Beitrag richtet sich bei der Zahnzusatzversicherung vor allen Dingen nach dem Eintrittsalter des Versicherten sowie nach dem gewählten Tarif und den Leistungen, die dort enthalten sind. Darüber hinaus ist auch der Zustand der Zähne bzw. des Kiefers durchaus von Bedeutung. Denn falls hier Vorerkrankungen vorhanden sind, müssen Versicherte häufig einen Beitragszuschlag zahlen.

Ausführlichere Informationen zur Zahnzusatzversicherung finden Sie hier.

Augenversicherung

Während die Zahnzusatzversicherung mittlerweile den meisten Verbrauchern bekannt ist, gibt es eine weitere Krankenzusatzversicherung, die noch nicht ganz so viele Bürger kennen. Dennoch kann auch diese Versicherung sehr sinnvoll sein, falls gesundheitliche Probleme im abgesicherten Bereich bestehen. Es handelt sich dabei um die sogenannte Augenversicherung.

Wie bereits am Namen zu erkennen ist, handelt es sich bei der Augenversicherung um eine Zusatzversicherung, bei der es um gesundheitliche Probleme bzw. gewünschte Maßnahmen rund um die Augen geht. Augenversicherungen werden am Markt oftmals in zwei verschiedenen Varianten angeboten. Bei der ersten Variante handelt es sich um eine Versicherung, die nahezu ausschließlich die Kosten für Augenlasern übernimmt. Bei der anderen Variante werden diese Kosten ebenfalls erstattet, wobei hier noch zusätzlich eine sogenannte Brillenversicherung integriert ist, im Zuge derer die Kosten für die Anschaffung einer Brille oder auch von Kontaktlinsen meistens anteilig bzw. bis zu einem bestimmten Maximalbetrag übernommen werden.

Brillen und Kontaktlinsen

Die Leistungen der Augenversicherung

Da es bei allen Krankenzusatzversicherung so ist, dass die Leistungen vom jeweiligen Tarif abhängig sind, macht auch die Augenversicherung diesbezüglich keine Ausnahme. Je nachdem, für welche der zwei zuvor definierten Varianten man sich entscheidet, können im Zuge der Augenversicherung folgende Leistungen in Anspruch genommen werden:

  • Übernahme der Kosten für Augenlasern, meistens bis zu Höchstgrenzen
  • Kostenerstattung bei Brillen und Kontaktlinsen
  • Kostenübernahme für bestimmte Vorsorgeuntersuchungen, beispielsweise Messung des Augeninnendrucks

Die meisten Verbraucher, die sich für den Abschluss einer Augenversicherung entscheiden, möchten in der Zukunft ein oder beide Augen lasern lassen. Das Augenlasern (Lasik) ist eine inzwischen etablierte Methode, wie Fehlsichtigkeiten bis zu einem gewissen Grad dauerhaft korrigiert werden können. Nach dem Augenlasern benötigen viele Patienten weder eine Brille noch Kontaktlinsen, da die Fehlsichtigkeit nicht mehr vorhanden ist. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die anfallenden Kosten allerdings nicht, sodass auf den Betroffenen ohne entsprechende Augenversicherung als Krankzusatzversicherung Kosten zukommen können, die je Auge durchschnittlich zwischen 2.000 und 4.000 Euro betragen können.

Die Beiträge zur Augenversicherung

Bezüglich der Beiträge zur Augenversicherung ist es so, dass hier in erster Linie das Eintrittsalter des Versicherten sowie die Leistungen des gewünschten Tarifes entscheidend für die Beitragshöhe sind. Natürlich gibt es auch zwischen den unterschiedlichen Anbietern bei gleichen Leistungen verschiedene Preise, sodass ein Vergleich sinnvoll ist. Meistens ist eine Wartezeit ab Vertragsabschluss zu beachten, sodass nicht heute eine Versicherung dieser Art abgeschlossen werden kann und am nächsten Tag bereits eine Augen-OP durchgeführt werden kann, deren Kosten die Versicherung übernommen soll.

Fazit zur Augenversicherung

Die Augenversicherung ist in erster Linie für solche Person interessant, die unter einer Fehlsichtigkeit leiden und diese dauerhaft beheben lassen möchten. Dies trifft also vor allem auf Kontaktlinsen- und Brillenträger zu, die das Hilfsmittel nicht mehr nutzen möchten oder beispielsweise Probleme mit ihren Kontaktlinsen haben. Die Augenversicherung allerdings nur deshalb abzuschließen, weil verschiedene Vorsorgemaßnahmen bezahlt werden oder es einen Zuschuss zu Brillen und Kontaktlinsen gibt, rentiert sich in den meisten Fällen nicht.

Krankentagegeldversicherung

Während es bei der Zahnzusatzversicherung sowie bei der Augenversicherung so ist, dass der jeweilige Versicherer im Leistungsfall die Kosten für bestimmte Maßnahmen übernimmt, gibt es im Bereich der Krankzusatzversicherung noch andere Versicherungsvarianten, die als sogenannte Geldversicherungen bezeichnet werden. In den Bereich fallen sowohl die Krankentagegeld- als auch die Krankenhaustagegeldversicherung. Bei der Krankentagegeldversicherung handelt es sich um eine Zusatzversicherung, deren wesentliche Aufgabe darin besteht, unter bestimmten Voraussetzungen ein Krankentagegeld zu zahlen.

Geschäftsmann mit schwerzen Verletzungen im Büro

Die Leistungen der Krankentagegeldversicherung

Bei der Zahnzusatzversicherung oder der Augenversicherung ist es so, dass die Leistungen je nach Versicherer und Tarif variieren können. Demgegenüber kann sich die Krankentagegeldversicherung dadurch auszeichnen, dass hier alle Versicherer im Prinzip die gleiche Leistung anbieten, nämlich die Zahlung des vereinbarten Krankentagegeldes ist. Das Krankentagegeld wird in aller Regel unter der Voraussetzung gezahlt, dass der Versicherte für einen bestimmten Zeitraum arbeitsunfähig ist. Die Arbeitsunfähigkeit muss dabei von einem Arzt bestätigt werden. Im Leistungsfall zahlt die Krankentagegeldversicherung dann an den Versicherten den Betrag, der als Krankentagegeld bezeichnet wird und bei Vertragsabschluss vereinbart wurde.

Wichtig ist eine solche Krankentagegeldversicherung vor allen Dingen für Selbstständige und Freiberufler, da diese häufig direkt mit dem ersten Krankheitstag Einkommensbußen zu verzeichnen haben. Bei Arbeitnehmern wird die Krankentagegeldversicherung im Prinzip erst dann interessant, wenn eine Erkrankung länger als sechs Wochen andauert. Denn für die ersten sechs Wochen übernimmt der Arbeitgeber die volle Lohnzahlung, während ab der siebten Woche die gesetzliche Krankenversicherung ein Krankengeld zahlt, welches allerdings nur etwa zwei Drittel des bisherigen Einkommens beträgt. Um diese Differenz auszugleichen, kann also auch für Angestellte der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sinnvoll sein.

Die Beiträge zur Krankentagegeldversicherung

Der Beitrag zur Krankentagegeldversicherung richtet sich zunächst einmal nach dem Eintrittsalter des Verbrauchers. Das Alter spielt deshalb eine Rolle, weil ältere Menschen durchschnittlich öfter und länger krank als jüngere Menschen sind, sodass der Versicherer bei etwas älteren Versicherten durchschnittlich mehr Leistungen erbringen muss. Ferner wirkt sich natürlich vor allem die Höhe des vereinbarten Krankentagegeldes auf die Beitragshöhe aus. Dies sind aber nicht die einzigen Faktoren, denn zudem spielt auch bei dieser Zusatzversicherung wieder der Gesundheitszustand des Versicherten eine Rolle. Denn falls vor allem chronische Krankheiten bestehen, veranschlagen viele Versicherer bei der Krankentagegeldversicherung einen Beitragsaufschlag, da natürlich das Risiko höher ist, dass der Versicherte öfter und länger arbeitsunfähig ist.

Fazit zur Krankentagegeldversicherung

Die Krankentagegeldversicherung ist im Prinzip für Selbstständige und Freiberufler, die ansonsten gesetzlich krankenversichert sind, eine fast unverzichtbare Versicherung. Denn kaum ein Selbstständiger kann es sich leisten, mehrere Wochen kein Einkommen zu erzielen. Da es jedoch keinen Arbeitgeber gibt, der die Lohnfortzahlung übernehmen würde, tritt der Einkommensauswahl schon ab dem ersten Krankheitstag ein. Die Krankentagegeldversicherung ist daher optimal, um diesen Einkommensverlust zu kompensieren. Wer sich auch als Arbeitnehmer für den Fall der Fälle absichern möchte, dass eine längere Erkrankung eintritt, kann die Krankentagegeldversicherung natürlich ebenfalls nutzen.

Krankenhauszusatzversicherung

Nach der Zahnzusatzversicherung ist es die Krankenhauszusatzversicherung, die von gesetzlich Krankenversicherten am häufigsten als Krankenzusatzversicherung abgeschlossen wird. Es handelt sich hier wiederum um eine sogenannte Sachversicherung, da der Versicherte keine Geldleistung erhält, sondern es werden bestimmte Kosten übernommen bzw. im Vergleich zur GKV erweiterte Leistungen angeboten. Die Krankenhauszusatzversicherung gilt nur für den Fall, dass sich der Versicherte stationär behandeln lassen muss. Wichtig zu wissen ist, dass es bei den meisten Versicherungen dieser Art so es, dass die Leistung nur dann zu erbringen ist, falls der stationäre Aufenthalt medizinische Gründe hat. Wer hingegen beispielsweise eine Schönheitsoperation durchführen lässt, der kann in aller Regel nicht mit einer Leistung aus der Versicherung rechnen.

Chefarzt mit seinem Team im Hintergrund

Die Leistungen der Krankenhauszusatzversicherung

Die meisten Krankenhauszusatzversicherungen haben zwei Leistungsbausteine als Basis, nämlich zum einen die Kostenübernahme bei einer Chefarztbehandlung sowie zum anderen die Unterbringung des Patienten in einem Ein- oder Zweibettzimmer. In gewissem Sinne handelt es sich hier also um “Luxusleistungen“, denn aus medizinischer Sicht ist natürlich weder eine Behandlung durch den Chefarzt noch eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer notwendig bzw. bringt prinzipiell messbare Vorteile mit sich. Dennoch fühlen sich nicht wenige Patienten einfach wohler und sicherer, wenn die Behandlung durch den Chefarzt vorgenommen wird bzw. dieser zumindest täglich die Visite durchführt.

Dies gilt ebenfalls für die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer, die aufgrund der Ergebnisse diverser Studien sogar zur schnelleren Genesung beitragen kann, als wenn der Patient in einem Drei- oder Vierbettzimmer untergebracht ist. Manche Krankenhauszusatzversicherungen beinhalten noch weitere Leistungen, wie zum Beispiel die Übernahme der ansonsten für jeden Tag des Aufenthaltes zu zahlenden Eigenbeteiligung von zehn Euro. Die Versicherung ist normalerweise nicht nur für den stationären Aufenthalt in einem gewöhnlichen Krankenhaus gültig, sondern übernimmt auch dann die im Vertrag definierten Leistungen, falls sich der Patient in einer Klinik oder einem Sanatorium bzw. in einem Rehazentrum zum Zwecke der Behandlung aufhalten muss.

Je nach Tarif können in der Krankenhauszusatzversicherung also folgende Leistungen enthalten sein:

  • Chefarztbehandlung / Chefarztvisite
  • Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer
  • freie Klinik- und Krankenhauswahl
  • Erstattung der täglichen Eigenbeteiligung von 10 Euro

Die Beiträge zur Krankenhauszusatzversicherung

Der Beitrag richtet sich bei der Krankenhauszusatzversicherung wiederum nach dem Eintrittsalter des Versicherten sowie nach den gewünschten Leistungen, die dann im jeweiligen Tarif definiert werden. Einen besonders hohen Stellenwert haben darüber hinaus bestehende Vorerkrankungen und Gesundheitsbeschwerden, vor allem wenn diese dazu führen können, dass eine Behandlung im Krankenhaus zukünftig notwendig wird. Sind solche Vorbelastungen vorhanden, so gibt es zwei Alternativen. Entweder berechnet der Versicherer einen Beitragszuschlag oder er lehnt den Antrag auf Versicherung direkt ab. Dies wird vor allem dann der Fall sein, wenn die vorhandene Erkrankung regelmäßige Krankenhausaufenthalte erforderlich machen wird.

Fazit zur Krankenzusatzversicherung

Die Krankenhauszusatzversicherung zählt sicherlich zu den Krankenzusatzversicherungen, die nicht jeder gesetzlich Krankenversicherte benötigt. Wie zu Beginn erwähnt, handelt es sich eher um eine Art Luxusversicherung, da die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer sowie die Chefarztvisite vor allem dem Komfort sowie dem Wohlbefinden des Versicherten dienen. Wer sich jedoch im Krankenhaus quasi wie ein Privatpatient für möchte, für den ist die Versicherung natürlich durchaus sinnvoll.

Auslandskrankenversicherung

Die Auslandskrankenversicherung, mitunter auch als Reisekrankenversicherung oder Auslandsreise-Krankensicherung bezeichnet, gehört zu den sehr wichtigen Krankenzusatzversicherungen. Sinnvoll ist die Versicherung allerdings nur für Personen, die sich entweder aus beruflichen oder privaten Gründen vorübergehend oder dauerhaft im Ausland aufhalten. Meistens wird die Versicherung abgeschlossen, wenn ein Auslandsurlaub bevorsteht. Aber auch Studenten, die beispielsweise ein Auslandsemester absolvieren, nutzen die Vorteile, die eine Auslandskrankenversicherung mit sich bringt.

Die Auslandskrankenversicherung ist deshalb so wichtig, weil die gesetzliche Krankenversicherung zwar vom Grundsatz her weltweit gilt, aber dennoch bei Weitem nicht alle Kosten erstattet, die bei einer medizinisch notwendigen Behandlung im Ausland anfallen können. In der Regel sieht es nämlich so aus, dass die gesetzliche Krankenversicherung maximal die Kosten erstattet, die bei einer gleichwertigen Behandlung im Inland angefallen wären. Wer sich also beispielsweise nach einem Skiunfall ins Krankenhaus begibt, weil das gebrochene Bein operiert werden muss, der kann damit rechnen, dass die GKV nur die Kosten übernimmt, die für eine solche Operation in Deutschland berechnet werden würden. Liegen diese Kosten zum Beispiel bei 3.000 Euro, betragen die Behandlungs- nebst Operationskosten im Ausland jedoch 5.000 Euro, so würde der Patient ohne den zusätzlichen Schutz einer Auslandskrankenversicherung auf einem Eigenanteil von 2.000 Euro „sitzen bleiben“.

Globus und Stethoskop

Die Leistungen der Auslandskrankenversicherung

Eine wesentliche Leistung der Auslandskrankenversicherung wurde bereits erwähnt, nämlich die Übernahme derjenigen Kosten, die bei Behandlungen im Ausland anfallen und von der GKV nicht übernommen werden. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche weitere Leistungen, die der jeweilige Tarif der Reisekrankenversicherung beinhalten kann. Je nach Anbieter und Tarif können die folgenden Leistungen vertraglich vereinbart werden:

  • Vollständige Kostenübernahme (nach Abzug der Leistung der GKV) bei medizinisch notwendigen Behandlung im Ausland
  • Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport werden übernommen
  • Übernahme der Bergungskosten nach einem Unfall, meistens bis zu 5.000 Euro
  • Soforthilfe im Ausland
  • Erstattung von Reise- und Übernachtungskosten einer Begleitperson

Die Beiträge zur Auslandskrankenversicherung

Im Wesentlichen richtet sich der Beitrag zur Auslandskrankenversicherung danach, welche Leistungen die Versicherung im Detail enthält. Darüber hinaus ist ganz entscheidend, für welchen Zeitraum die Versicherung gelten soll. Grundsätzlich werden am Markt zwei Varianten angeboten, nämlich die ganzjährig gültige Auslandsreise-Krankenversicherung sowie die Reiseversicherung, die nur für einen bestimmten Zeitraum gültig ist, beispielsweise für zwei oder drei Wochen. Letztere Variante ist vor allem für Urlauber geeignet, während die ganzjährig gültige Auslandsreisekrankenversicherung zum Beispiel von Studenten oder Berufstätigen, die sich längere Zeit im Ausland aufhalten, genutzt wird. Die Kosten können daher stark variieren und beginnen bei durchschnittlich zwei Euro pro Tag bis zu mehreren Hundert Euro für eine ganzjährig gültige Versicherung.

Fazit zur Auslandskrankenversicherung

Die Auslandskrankenversicherung ist für all diejenigen Verbraucher eine sehr wichtige und sinnvolle Versicherung, die sich einmalig oder regelmäßig im Ausland aufhalten. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der Aufenthalt in einem EU Staat oder außerhalb der Europäischen Union ist, auch wenn die Absicherung durch die gesetzliche Krankenversicherung natürlich innerhalb der EU noch etwas besser als im außereuropäischen Ausland ist. Wer hingegen das Bundesgebiet nicht verlässt, benötigt diese Versicherung selbstverständlich nicht.

Krankenhaustagegeldversicherung

Von manchen Versicherungsexperten wird die Krankenhaustagegeldversicherung auch als die kleine Schwester der Krankentagegeldversicherung bezeichnet. Die beiden Versicherungen haben nicht nur einen ähnlichen Namen, sondern funktionieren auf ganz ähnliche Art und Weise. Der wesentliche Unterschied besteht allerdings darin, dass die Krankenhaustagegeldversicherung nur unter der Voraussetzung die vereinbarte Leistung erbringt, dass der Versicherte sich in stationärer Behandlung befindet. Die Krankentagegeldversicherung zahlt hingegen bereits dann das Krankentagegeld, wenn der Versicherte arbeitsunfähig ist, auch wenn er sich dabei zu Hause aufhalten kann.

Stethoskop mit Geld im Hintergrund

Die Leistungen der Krankenhaustagegeldversicherung

Die wesentliche Leistung der Krankenhaustagegeldversicherung besteht darin, dem Versicherten im Fall einer stationären Behandlung, die in der Regel aus medizinischen Gründen erfolgen muss, für jeden Tag des Aufenthaltes ein zuvor vereinbartes Krankenhaustagegeld zu zahlen. Dass der Versicherte bei einem stationären Aufenthalt automatisch arbeitsunfähig ist, versteht sich quasi von selbst und muss daher nicht explizit erwähnt werden. Das Krankenhaustagegeld wird für den gesamten Zeitraum des stationären Aufenthaltes gezahlt und zwar in der Höhe, die der Versicherte bei Vertragsabschluss mit dem Versicherer vereinbart hat.

Die Beiträge zur Krankenhaustagegeldversicherung

Die Beiträge zu Krankenhaustagegeldversicherung richten sich zunächst nach dem Eintrittsalter des Versicherten, da natürlich mit steigendem Alter auch die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass eine stationäre Behandlung erfolgen muss. Darüber hinaus ist die Höhe des vereinbarten Krankenhaustagegeldes der zweite wichtige Faktor, der sich auf den Beitrag auswirkt. Im Leistungsbereich gibt es zwischen den Anbietern im Prinzip keine Unterschiede, denn die Leistung besteht bei dieser Versicherung ausschließlich darin, im Falle des stationären Aufenthaltes das vereinbarte Krankentagegeld zu zahlen.

Fazit zur Krankenhaustagegeldversicherung

Die Krankenhaustagegeldversicherung ist in erster Linie für Selbstständige und Freiberufler von Bedeutung. Wem die Krankengeldversicherung beispielsweise zu teuer ist oder wer meint, dass er als Selbständiger oder Freiberufler ohnehin im Krankenhaus ist, falls er nicht mehr arbeiten kann, der findet in dieser Versicherung oftmals einen ausreichenden Schutz. Für Arbeitnehmer kann diese Krankenzusatzversicherung ebenfalls unter der Voraussetzung sinnvoll sein, dass die Aufenthaltsdauer sich über einen Zeitraum von länger als sechs Wochen erstreckt. Denn in diesem Fall könnte mit dem Krankenhaustagegeld ganz oder teilweise die Differenz zwischen dem von der GKV gezahlten Krankengeld sowie dem eigentlichen Lohn ausgeglichen werden. Die Kosten der Krankenhaustagegeldversicherung sind deutlich geringer als die der Krankentagegeldversicherung, sodass diese Versicherung gerne von Selbstständige und Freiberuflern als Mindestabsicherung für den Krankheitsfall genutzt wird.

Heilpraktiker-Zusatzversicherung

Eine Krankenzusatzversicherung, die bisher noch nicht ganz so häufig in Anspruch genommen wird, aber auch für manch gesetzlich Versicherten durchaus Sinn macht, ist die sogenannte Heilpraktiker-Zusatzversicherung. Auch in Deutschland sind es immer mehr vor Personen, die sich nicht mehr ausschließlich auf die Schulmedizin verlassen möchten, sondern darüber hinaus alternative Behandlungsmethoden in Erwägung ziehen oder bereits nutzen. Neben dem Homöopathen sind es vor allen Dingen Heilpraktiker, die immer häufiger aufgesucht werden.

Bei den weitaus meisten gesetzlichen Krankenkassen ist es so, dass die Kosten für eine Behandlung durch den Heilpraktiker entweder gar nicht, oder falls doch, nur zu einem relativ geringen Teil übernommen werden. Daher gibt es seit geraumer Zeit mit der Heilpraktiker-Zusatzversicherung eine private Krankenzusatzversicherung, mit der gesetzlich Versicherte zumindest einen größeren Teil der anfallenden Behandlungskosten erstattet bekommen.

Alternative Medizin

Die Leistungen der Heilpraktiker-Zusatzversicherung

Die Leistung der Heilpraktiker-Zusatzversicherung besteht natürlich im Wesentlichen darin, dass diejenigen Kosten übernommen werden, die bei einer Behandlung durch den Heilpraktiker anfallen. Prinzipiell sollte der Verbraucher darauf achten, welche Voraussetzungen ein Heilpraktiker erfüllen muss, um von der Versicherung als ein solcher anerkannt zu werden. Manche Versicherer verlangen nämlich bestimmte Qualifikationen, die der Heilpraktiker nachweisen können muss. Darüber hinaus ist es wichtig abzuklären, welche Leistungen, die durch den Heilpraktiker erbracht werden, von der Versicherung im Einzelfall übernommen werden. Oftmals sind die Versicherungsleistungen zudem pro Jahr gedeckelt, sodass beispielsweise maximal 500 Euro jährlich übernommen werden.

Zu den Leistungen, die eine Heilpraktikerzusatzversicherung je nach Tarif erbringt, können unter anderem die folgenden gehören:

  • Kostenübernahme bei Akupunktur
  • Zuschuss oder Übernahme der Kosten für homöopathische Medikamente
  • Kostenbeteiligung an bestimmten Heilpraktikerverfahren und Therapien
  • Zuschuss zu speziellen Kursen, beispielsweise Meditation

Die Beiträge zur Heilpraktiker-Zusatzversicherung

Bei der Heilpraktiker-Zusatzversicherung ist es so, dass das Eintrittsalter des Versicherten nur eine relativ geringe Rolle spielt, wenn es um die Festlegung der Beitragshöhe geht. In der Praxis greifen ältere Menschen nämlich seltener zu alternativen Heilmethoden als jüngere Menschen. Daher ist es bei dieser Versicherung nicht so, wie zum Beispiel bei der Zahnzusatzversicherung, dass der Beitrag automatisch mit steigendem Eintrittsalter höher wird. Der Faktor, der bei dieser Versicherung den größten Einfluss auf den Beitrag nimmt, ist daher der jeweilige Tarif bzw. sind die Leistungen, die im Tarif enthalten sind.

Fazit zu Heilpraktiker-Zusatzversicherung

Die Heilpraktiker-Zusatzversicherung ist für alle gesetzlich Krankenversicherten empfehlenswert, die nicht nur einmalig die Dienste von Homöopathen und Heilpraktikern in Anspruch nehmen, sondern regelmäßig auf alternative Heilungsmethoden zurückgreifen. Da die gesetzliche Krankenversicherung bisher nur wenige oder gar keine Kosten übernimmt, die bei einer Behandlung durch Heilpraktiker oder Homöopathen anfallen, kann man den Versicherungsschutz durch diese Krankenzusatzversicherung erweitern bzw. aufbauen.

Ambulante Zusatzversicherung

Im Bereich der Krankenzusatzversicherung gibt es nicht nur die Krankenhauszusatzversicherung, die oftmals auch als Zusatzversicherung für stationäre Aufenthalte bezeichnet wird, sondern darüber hinaus bieten einige Anbieter ebenfalls eine sogenannte ambulante Zusatzversicherung an. In der ambulanten Zusatzversicherung werden dann im Prinzip einige Zusatzversicherungen zusammengefasst, indem beispielsweise Behandlungskosten beim Heilpraktiker, Kosten für Brille und Kontaktlinsen übernommen werden oder auch ein Krankentagegeld gezahlt wird. Die ambulante Zusatzversicherung ist also eine Art Kombi-Versicherung, die Leistungen aus unterschiedlichen Bereichen enthalten kann.

Unterschiedliche Fachärzte

Die Leistungen der ambulanten Zusatzversicherung

Es gibt eine Vielzahl von Leistungen aus unterschiedlichen Bereichen, die unter dem Dach einer ambulanten Zusatzversicherung vereint sein können. Eine Leistung ist allen Angeboten jedoch gemeinsam, nämlich dass ausschließlich Kosten für ambulante Behandlungen übernommen werden. Findet die Behandlung hingegen stationär, also im Krankenhaus, in einer Klinik oder in einem Rehazentrum statt, wird die Versicherung normalerweise keiner Kostenerstattung durchführen. Zu den möglichen Leistung, die in einer solchen Versicherung abgedeckt werden können, gehören zum Beispiel:

  • Übernahme der Behandlungskosten bei Heilpraktikern oder Homöopathen
  • Kostenbeteiligung an Brillen, Kontaktlinsen und Hörgeräten
  • Zahlung eines Krankentagegeldes
  • Zahlung eines Krankenhaustagegeldes
  • Versicherungsschutz bei Auslandsaufenthalt
  • mitunter ist auch eine Zahnzusatzversicherung integriert

Die Beiträge zur ambulanten Zusatzversicherung

Da die Leistungen der ambulanten Zusatzversicherung sich oftmals auf einige verschiedene medizinische Bereiche erstrecken, hängt die Beitragshöhe im Wesentlichen von zwei Faktoren ab, nämlich vom Eintrittsalter des Versicherten sowie dem gewählten Tarif. Viele Anbieter offerieren ihren Kunden in diesem Versicherungsbereich mehrere Tarife zur Auswahl, die mit unterschiedlichen Leistungen ausgestattet sind. Mitunter muss der Versicherte auch einige Gesundheitsfragen beantworten, damit der Versicherer feststellen kann, ob aufgrund eines erhöhten Risikos ein Beitragszuschlag erhoben wird.

Fazit zur ambulanten Zusatzversicherung

Die ambulante Zusatzversicherung ist sicherlich für viele gesetzlich krankenversicherte Personen eine Möglichkeit, die Lücke zwischen den Leistungen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung etwas zu schließen. Allerdings sollte man darauf achten, dass keine Überversicherung stattfindet. Wer beispielsweise bereits eine Zahnversicherung, eine Brillenversicherung und einen Heilpraktiker-Zusatzversicherung hat, der würde mit der ambulanten Zusatzversicherung diverse Leistungen doppelt erhalten, was aufgrund des zusätzlichen Versicherungsbeitrages wenig sinnvoll ist. Für Privatkrankenversicherte ist diese Zusatzversicherung eher uninteressant, da viele der dort angebotenen Leistungen bereits in der privaten Krankenversicherung enthalten sind.

Kinder-Krankenversicherung

Ein relativ neues Produkt im Bereich der Krankenzusatzversicherungen ist die sogenannte Kinder-Krankenversicherung. Vereinfacht und kurz dargestellt handelt es sich dabei um eine Krankenversicherung speziell für Kinder, die ein über die Eltern gesetzlich krankenversichertes Kind in den Status eines Privatpatienten hebt. Eine solche Kinder-Krankenversicherung beinhaltet meistens einen umfangreichen Schutz, der bei Erwachsenen in diversen einzelnen Zusatzversicherungen münden würde.

Familie mit Kindern beim Arzt

Die Leistungen der Kinder-Krankenzusatzversicherung

Welche Leistungen die Kinder Krankenzusatzversicherung beinhaltet, hängt in größerem Umfang vom jeweiligen Anbieter und auch vom angebotenen Tarif ab. In den meisten Tarifen sind relativ umfangreiche Leistungen enthalten, sodass das versicherte Kind faktisch mit einem Kind vergleichbar ist, welches über die Eltern ohnehin privat krankenversichert ist. Folgende Leistungen können häufig über die Kinder-Krankenversicherung versichert werden:

  • Kostenübernahme bei kieferorthopädischen Behandlungen, wie zum Beispiel Zahnspangen
  • Ein- oder Zweibettzimmer bei stationären Aufenthalten
  • Kostenerstattung bei Behandlung durch Heilpraktiker oder Homöopathen
  • Übernahme der Kosten bei Zahnersatz
  • Absicherung der Kinder bei Auslandsaufenthalten
  • Kosten für Vorsorgemaßnahmen (Impfungen etc.) werden übernommen

Die Beiträge zur Kinder-Krankenzusatzversicherung

Da die Kinder-Krankenzusatzversicherung ohnehin meistens nur für Kinder im Alter zwischen null und 14 oder bis 18 Jahren geeignet ist, richtet sich die Beitragshöhe selten nach dem Eintrittsalter des Kindes. Stattdessen spielt nahezu ausschließlich der gewählte Tarif eine Rolle, wenn es um die Festlegung des Beitrages geht. Beinhaltet der Tarif umfangreiche Leistungen, so ist der Beitrag mitunter wesentlich höher, als wenn nur einzelne der zuvor aufgeführten Bausteine enthalten sind. In der Regel werden hier die Eltern entscheiden, welches Preis-Leistungs-Verhältnis akzeptabel bzw. welcher Versicherungsumfang gewünscht ist.

Fazit zur Kinder-Krankenversicherung

Die Kinder-Krankenversicherung ist sicherlich für viele Eltern als Vertragspartner sinnvoll, deren Kinder im Zuge der Familienversicherung gesetzlich krankenversichert sind. Oftmals ist die Kinder-Krankenzusatzversicherung auch eine gute Alternative zu einzelnen Krankenzusatzversicherungen, da diese Kombiversicherung in der Summe oftmals günstiger ist, als wenn die Eltern beispielsweise für ihre Kinder eine Zahnzusatzversicherung, eine Krankenhaus-Zusatzversicherung, eine Auslandsreisekrankenversicherung sowie eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung abschließen.

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