Kapitallebensversicherung im Vergleich

Wissenswertes zur Kapitallebensversicherung

In Deutschland sind es über zehn Millionen Bürger, die eine Lebensversicherung besitzen. Die Lebensversicherung wird in zwei große Gruppen unterteilt, nämlich einerseits in die Risiko- und andererseits in die Kapitallebensversicherung. Die Risikolebensversicherung dient ausschließlich dem Zweck, Angehörige im Fall des Todes des Versicherten finanziell abzusichern. Diesen Verwendungszweck findet man zwar bei der Kapitallebensversicherung auch, darüber hinaus hat diese Variante der Lebensversicherung zusätzlich aber auch noch einen Sparcharakter und wird daher oftmals zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge verwendet.

Die Kapitallebensversicherung macht oftmals dann Sinn, wenn zum einen nahe Angehörige vorhanden sind, die nach dem Tod des Versicherten finanziell abgesichert werden sollen. Zum anderen muss aber auch die Intention bestehen, noch während Lebzeiten Kapital anzusparen, welches zum Beispiel später für die private Altersvorsorge verwendet werden soll. Aus diesem Grund wird die Kapitallebensversicherung oftmals auch als Versicherung für den Erlebens- sowie für den Todesfall bezeichnet.

Im Prinzip ist die Kapitallebensversicherung also eine Mischung zwischen einer Risikolebensversicherung und einem Sparplan, denn die Versicherung funktioniert so, dass der Versicherte einen meist monatlichen Beitrag zahlt, der sich aus drei Teilen zusammensetzt. Der zu zahlenden Versicherungsbeitrag besteht nämlich aus einem Sparanteil, einem Kostenanteil sowie einem Risikoanteil. Der Kostenanteil wird dafür verwendet, um die anfallenden Versicherungskosten zu decken. Dabei handelt es sich beispielsweise um Verwaltungskosten oder Vertriebskosten, welche die jeweilige Versicherung hat. Der Risikoanteil ist dafür gedacht, dass der Versicherer seine Ausgaben abdecken kann, die im Zuge der Risikoabsicherung bestehen. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Zahlung der Versicherungssumme, falls der Vertragspartner sterben sollte. Den dritten Teil des zu zahlenden Beitrages macht der Sparanteil aus, der je nach Versicherer oft zwischen 70 und 75 Prozent des gesamten Beitrages ausmacht.

Im Detail funktioniert die Kapitallebensversicherung so, dass entweder bei Tod des Versicherten die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird oder der Vertrag endet zu Lebzeiten mit dem vereinbarten Fälligkeitsdatum, sodass in diesem Fall die angesammelte Kapitalsumme zur Auszahlung kommen kann. Im Gegensatz zur privaten Rentenversicherung wird das Kapital in einer Summe und nicht in Form einer lebenslangen monatlichen Rente ausgezahlt. Ganz wichtig ist im Bezug auf die Kapitallebensversicherung zu erwähnen, dass es sich um ein nicht riesterfähiges Produkt handelt. Dies bedeutet, dass staatlichen Zulagen in Form der Riester-Rente nicht mit in den Vertrag eingebunden werden können, was sicherlich für nicht wenige Verbraucher ein Grund ist, sich für ein anderes Vorsorgeprodukt zu entscheiden.

Themenübersicht zur Kapitallebensversicherung

Die Leistungen der Kapitallebensversicherung

Wie bereits kurz angeklungen, besteht eine der zwei Hauptleistungen der Kapitallebensversicherung darin, eine Versicherungssumme im Todesfall des Versicherten auszuzahlen. Diese Zahlung erfolgt unter zwei Voraussetzungen, nämlich dass der Versicherte innerhalb der Vertragslaufzeit stirbt und es sich zudem um einen natürlichen Tod handelt. Bei Selbstmord wird die Versicherungssumme in aller Regel nicht ausgezahlt, während es bei einem Mord meistens so ist, dass die Versicherer zunächst die Ermittlung der Mordkommission abwarten, und davon letztendlich abhängig machen, ob und wann die Versicherungssumme ausgezahlt wird. Die zweite Hauptleistung besteht darin, das im Vertrag angesammelte Kapital zu Lebzeiten auszuzahlen, falls der Fälligkeitstermin erreicht wurde.

Neben diesen zwei Hauptleistungen gibt es allerdings noch einige weitere Leistungen, die oftmals in die Kapitallebensversicherung eingeschlossen werden. Zu nennen ist hier beispielsweise der Todesfallbonus oder auch der Einschluss eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Beim Todesfallbonus ist es so, dass ein Teil des Beitrages verwendet wird, damit die Todesfallsumme beispielsweise doppelt so hoch ausfällt, als eigentlich im Vertrag vereinbart wurde. Der Todesfallbonus ist eine Art der Beitragsverwendung, auf die im Folgenden noch etwas näher eingegangen wird.

Der Einschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist ebenfalls häufiger eine Zusatzleistungen, die in der Kapitallebensversicherung integriert sein kann. Der Kunde schließt diesem Fall keine separate Berufsunfähigkeitsversicherung als Einzelvertrag ab, sondern nimmt diesen Schutz einfach mit in die Kapitallebensversicherung auf. Der Vorteil besteht darin, dass die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung als Einzelversicherung normalerweise unterm Strich verloren“ sind, während die Beiträge bei der Kapitallebensversicherung mit Einschluss der Berufsunfähigkeits-Absicherung quasi mit angespart werden.

Die folgende Übersicht zeigt noch einmal, welche Leistungen eine kapitalbildende Lebensversicherung enthalten kann:

  • Auszahlung der Versicherungssumme im Todesfall
  • Auszahlung der Kapitalsumme im Erlebensfall
  • Einschluss des Todesfallbonus
  • Einschluss einer Absicherung gegen Berufsunfähigkeit
  • eventuell Auszahlung einer höheren Todesfallsumme bei Unfalltod

Die Art der Beitragsverwendung

Ein nicht unwichtiger Punkt ist im Bereich der Kapitallebensversicherung auch die Art, wie der vom Versicherten gezahlte Beitrag verwendet wird. Es existieren im Wesentlichen drei Alternativen, welche die meisten Lebensversicherer anbieten. Es handelt sich dabei um die folgenden drei Alternativen:

  • Ansammlung der Überschüsse bzw. des Kapitals
  • Verwendung als Todesfallbonus
  • Beitragsverrechnung

Die mit Abstand am häufigsten genutzte Art der Beitragsverwendung ist bei der kapitalbildenden Lebensversicherung eindeutig die Kapitalansammlung. In diesem Fall werden die Beiträge und sämtliche Erträge dafür verwendet, eine möglichst hohe Kapitalsumme zu erzielen, die später im Erlebensfall an den Versicherten ausgezahlt wird. Ebenfalls hin und wieder gewählt wird die zweite Form der Beitragsverwendung, nämlich den bereits zuvor angesprochenen Todesfallbonus. In diesem Fall wird ein Teil des Ertrages dafür verwendet, dass im Todesfall eine beispielsweise doppelt so hohe Versicherungssumme ausgezahlt wird. Relativ unüblich ist die dritte mögliche Form der Beitragsverwendung, nämlich die Verrechnung der Beiträge. In diesem Fall würden die Überschusse und sonstigen Erträge verwendet, um den Monatsbeitrag möglichst niedrig so halten. Üblich ist diese Form der Verwendung weniger bei der Kapitallebensversicherung, sondern vielmehr bei der Risikolebensversicherung.

Welche Erträge sind bei der kapitalbildenden Lebensversicherung zu erzielen?

Jede Kapitallebensversicherung besteht im Grunde aus zwei Ertragsarten, nämlich zum einen aus dem garantierten Zinssatz und zum anderen aus den Überschüssen, die der jeweilige Versicherer erwirtschaftet. Zunächst einmal wird jedem Versicherungsnehmer ein gewisser Zinssatz garantiert, der auch als Garantiezins bezeichnet wird. Dieser Garantiezins gilt grundsätzlich für alle Lebensversicherer und beträgt derzeit (2014) exakt 1,75 Prozent. Mit diesem Ertrag kann der Versicherte kalkulieren, was für die zweite Ertragsart, die Überschussbeteiligung, nicht gilt.

Die Überschussbeteiligung hängt nämlich im Wesentlichen davon ab, welche Gewinne die Versicherungsgesellschaft erzielen kann. Seitens des Versicherten besteht kein Anrecht auf die Zahlung einer Überschussbeteiligung und schon gar nicht darauf, einen bestimmten Mindestertrag zu erhalten. Die Überschüsse werden Jahr für Jahr angesammelt und kommen letztendlich mitsamt den eingezahlten Sparbeiträgen bei Fälligkeit des Vertrages zur Auszahlung. Bei Vertragsabschluss kalkulieren Lebensversicherer meistens für die Zukunft, welche Überschüsse der Versicherte erwarten kann.

Insbesondere beim Vergleich der verschiedenen Versicherer ist hier seitens des Verbrauchers Vorsicht geboten, denn manche Lebensversicherer kalkulieren die Überschüsse sehr optimistisch, was dann dazu führt, dass zwar eine relativ hohe Rendite versprochen wird, diese dann in der Praxis aber mitunter gar nicht eingehalten werden kann. Die durchschnittliche Rendite beträgt bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung derzeit bei Neuabschlüssen zwischen 3,5 und 5,0 Prozent.

Aktuelle Entwicklung der Garantiezinsen sowie der Überschussbeteiligung

Die aktuelle Entwicklung ist im Bereich der Kapitallebensversicherung – was die Rendite für den Versicherten angeht – nicht besonders positiv. Schon seit Jahren ist die Entwicklung so, dass die Garantiezinsen immer weiter gesunken sind. Lag der Zinssatz vor rund zehn Jahren noch im Bereich von vier Prozent, so erhalten Versicherte derzeit nur noch einen Garantiezins von 1,75 Prozent. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass die Garantiezinsen im kommenden Jahr auf 1,25 Prozent sinken könnten.

Damit hätte die Kapitallebensversicherung zumindest vom Garantiezins aus betrachtet eine Rendite, die das Produkt für viele Verbraucher einfach unattraktiv macht. Die Entwicklung bezüglich der Überschussbeteiligung ist leider ähnlich, denn auch hier ist eine stetige Reduzierung zu beobachten. Der Hauptgrund dafür ist der insgesamt niedrige Kapitalmarktzins, sodass die Lebensversicherer teilweise nicht mehr genug Erträge erwirtschaften können, um die aus Altverträgen resultierenden Garantiezinsen erfüllen zu können.

Die fondsgebundene Lebensversicherung als spezielle Variante

Die Kapitallebensversicherung wird schon seit einigen Jahren in zwei Varianten angeboten, nämlich einerseits als konventionelle und andererseits als fondsgebundene Lebensversicherung. In den vorangegangenen Ausführungen wurde ausschließlich die konventionelle Lebensversicherung beschrieben, die nach wie vor mit Abstand am häufigsten gewählt wird. Aufgrund des durchschnittlich etwas besseren Ertrages entscheiden sich allerdings auch immer mehr Verbraucher in den vergangenen Jahren für eine fondsgebundene Kapitallebensversicherung. Es gibt durchaus einige Unterschiede, die zwischen konventioneller und fondsgebundener Variante bestehen.

Die Besonderheiten der fondsgebundenen Lebensversicherung

Der wesentliche Unterschied zwischen der fondsgebundenen zur konventionellen Lebensversicherung besteht darin, dass Lebensversicherer den Sparanteil bei der konventionellen Lebensversicherung vornehmlich in sichere verzinsliche Wertpapiere und Geldmarktpapiere anlegen. Im Unterschied dazu wird das Kapital der Versicherten bei der fondsgebundenen Lebensversicherung nahezu ausschließlich in offene Investmentfonds investiert. Dabei handelt es sich meistens um Aktienfonds und Rentenfonds, wobei die Lebensversicherer gegen Ende der Laufzeit des Vertrages meistens eine Umschichtung von Aktienfonds in Rentenfonds vornehmen, um das vorhandene Kapital zusichern.

Ein weiterer großer Unterschied zwischen fondsgebundener und konventioneller Lebensversicherung zeigt sich im Hinblick auf die Rendite. Diese ist bei der fondsgebundenen Lebensversicherung zwar durchschnittlich etwas höher als bei der konventionellen Variante, sondern auf der anderen Seite muss der Versicherte den Nachteil in Kauf nehmen, dass es keinen garantierten Ertrag gibt. Denn ein Garantiezins, wie er bei der konventionellen Kapitallebensversicherung der Fall ist, gibt es bei der fondsgebundenen Lebensversicherung nicht.

Wer sich also für eine fondsgebundene Lebensversicherung interessiert, sollte die drei folgenden Unterschiede zur konventionellen Variante beachten:

  • Durchschnittlich höhere Rendite
  • etwas geringere Sicherheit
  • keine garantierten Erträge
  • größere Unabhängigkeit von den Kapitalmarktzinsen

Die Kündigung der Kapitallebensversicherung

Statistisch betrachtet sind es mehr als 40 Prozent aller Versicherten, die die Kapitallebensversicherung vor dem eigentlich geplanten Ablauftermin kündigen. Es gibt verschiedene Gründe, warum eine vorzeitige Kündigung erfolgt, aber meistens kann oder möchte der Versicherte die monatlichen Beiträge, die mit dem Versicherer vereinbart wurden, nicht mehr zahlen. In vielen Fällen sollte eine Kündigung des Vertrages allerdings gut überlegt sein, da diese häufig finanzielle Nachteile mit sich bringt. Grundsätzlich ist eine Kündigung in den meisten Verträgen zum Ende des jeweiligen nächsten Monats möglich. Wird die Versicherung also beispielsweise am 15. März gekündigt, so ist die Kündigung in der Regel zum 30. April wirksam.

Eine vorzeitige Kündigung kann deswegen negative Folgen haben, weil ein Teil des gezahlten Beitrages vom Versicherer zur Kostendeckung und zur Risikoabsicherung verwendet wird. Insbesondere dann, wenn der Vertrag erst wenige Jahre läuft, kann es bei einer Kündigung sogar vorkommen, dass der Versicherte deutlich weniger Kapital zurückerhält, als er zuvor eingezahlt hat. Wird dennoch eine Kündigung vorgenommen, so wird dem Versicherten ein Rückkaufswert ausgezahlt, der sich im Prinzip aus den eingezahlten Beiträgen abzüglich der Abschussgebühren berechnet.

Die Abschussgebühren bewegen sich je nach Lebensversicherer durchschnittlich zwischen ein bis zwei Prozent der Versicherungssumme, sodass beispielsweise bei einer Lebensversicherung mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro zunächst eine Abschlussprovision von 1.000 bis 2.000 Euro anfallen würde. Diese Abschussgebühren werden vom Versicherer automatisch von den ersten Beiträgen, die gezahlt werden, abgezogen. Wer seine Kapitallebensversicherung also beispielsweise schon nach einem Jahr kündigt, der erhält mitunter vielleicht gar kein Kapital ausgezahlt, selbst wenn er in diesem Jahr bereits Einzahlungen von 1.200 Euro vorgenommen hatte.

Da eine Kündigung des Vertrages mit den genannten finanziellen Einbußen verbunden sein kann, sollten sich Verbraucher überlegen, ob nicht eine mögliche Alternative infrage kommen kann. Es gibt im Prinzip insgesamt drei Möglichkeiten, wie sich der Versicherte verhalten kann, falls er die Beiträge zur Lebensversicherung nicht mehr zahlen kann oder falls er das bereits angesammelte Kapital benötigt:

  • Kündigung des Vertrages und Auflösung der Lebensversicherung
  • Verkauf der Lebensversicherung
  • Vertrag ruhen lassen / Beiträge vorübergehend aussetzen

Der Verkauf der Lebensversicherung ist zumindest finanziell betrachtet im Prinzip immer die bessere Alternative zur Kündigung. Es gibt mittlerweile zahlreiche Unternehmen, die sich auf den Ankauf von Lebensversicherungen spezialisiert haben, was mitunter auch als Factoring bezeichnet wird. Der Ankauf einer Lebensversicherung funktioniert so, dass der bisherige Versicherungsnehmer den Vertrag an den Einkäufer abtritt, sodass dieser den Vertrag quasi übernimmt. Im Gegenzug erhält der Versicherungsnehmer vom Ankäufer ein Betrag, der meistens zwischen zehn und 15 Prozent über dem Rückkaufswert liegt. Ein weiterer Vorteil des Verkaufs besteht darin, dass der Versicherungsnehmer in den meisten Fällen weiterhin die versicherte Person bleiben kann, sodass die finanzielle Absicherung der Angehörigen im Todesfall nicht verlorengeht.

Während der Verkauf der Lebensversicherung als Alternative zur Kündigung dann infrage kommt, wenn das vorhandene Kapital benötigt wird, kann als andere Alternative auch die Aussetzung der Beiträge bzw. das Ruhenlassen der Versicherung infrage kommen. Dies ist vor allem dann der Fall, falls das angesammelte Kapital nicht benötigt wird, sondern sich der Versicherte aktuell den zu zahlenden Monatsbeitrag nicht leisten kann. In diesem Fall kann mit dem Versicherer meistens vereinbart werden, dass die Zahlung der Beiträge ausgesetzt wird. Normalerweise akzeptieren die Versicherer allerdings nur eine Ruhestellung des Vertrages für einen Zeitraum von maximal einem Jahr. Ob und welche Variante bzw. Alternative zur Kündigung infrage kommt, muss natürlich jeder Verbraucher im Einzelfall entscheiden.

Die Beiträge zur Kapitallebensversicherung

Wie bei jeder Versicherung, so gibt es auch bei der Kapitallebensversicherung diverse Faktoren, die sich auf die Beitragshöhe auswirken. Zunächst ist es bei der Kapitallebensversicherung so, dass der Versicherte meistens eine bestimmte Kapitalsumme kalkuliert, die er später gerne im Rahmen der privaten Altersvorsorge zur Verfügung haben möchte. Auf dieser Basis wird anhand anderer Faktoren der Beitrag berechnet, der monatlich unter Einbezug der voraussichtlichen Erträge (Überschussanteile) zu zahlen wäre, damit diese Kapitalsumme am Laufzeitende ausgezahlt werden kann.

Neben der kalkulierten Kapitalsumme spielt vor allem das Eintrittsalter des Versicherten eine Rolle, was die Beitragshöhe betrifft. Darüber hinaus hat natürlich auch die Laufzeit des Vertrages einen Einfluss sowie der Gesundheitszustand des Versicherten. Denn nahezu keine Versicherungsgesellschaft wird eine Kapitallebensversicherung über einen größeren Betrag bzw. über eine höhere Versicherungssumme abschließen, ohne detaillierte Gesundheitsfragen zu stellen. Denn immerhin handelt sich bei der Kapitallebensversicherung nicht nur um eine Versicherung für den Erlebensfall, sondern es wird auch das Todesfallrisiko abgesichert.

Daher müssen auch bei der kapitalbildenden Lebensversicherung solche Versicherten einen höheren Beitrag als andere Versicherungsnehmer zahlen, die bereits unter Vorerkrankungen leiden, sodass das Risiko erhöht ist, dass die Versicherung bereits vor Ablauf der Vertragslaufzeit eine Leistung zu erbringen hat, weil der Versicherte verstorben ist. Die Verwendung der Beiträge kann sich ebenfalls auf die Beitragshöhe auswirken, was vor allen Dingen für die eher unübliche Form der Beitragsverechnung gilt.

Im Wesentlichen sind es die folgenden Faktoren, die sich auf den Beitrag zur kapitalbildenden Lebensversicherung auswirken:

  • Höhe der kalkulierten Auszahlungssumme zu Lebzeiten
  • Versicherungssumme für den Todesfall
  • Eintrittsalter des Versicherten
  • Vorerkrankungen / Gesundheitszustand
  • Beitragsverwendung

Fazit zur Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung des aktuell sicherlich ein Versicherungsprodukt, welches in der Gunst der Verbraucher gesunken ist. Dies resultiert in erster Linie aus den immer weiter fallenden Renditen, mit denen die Versicherer kalkulieren können. Darüber hinaus hat die Kapitallebensversicherung noch einen weiteren nicht unerheblichen Nachteil, nämlich dass es sich um ein nicht riesterfähiges Produkt handelt. Ferner gilt die Versicherung als relativ unflexibel, da der einmal vereinbarte Beitrag nicht ohne Weiteres verändert werden kann.

Dennoch kann die kapitalbildende Lebensversicherung nach wie vor insbesondere für Hauptverdiener mit Familie sinnvoll sein, die ihre Angehörigen einerseits im Todesfall absichern möchten und andererseits eine private Altersvorsorge aufbauen möchten. Ob in diesem Fall allerdings nicht ein anderes Produkt in Kombination mit einer reinen Risikolebensversicherung die bessere Variante ist, muss im Prinzip jeder Verbraucher im Einzelfall für sich selbst entscheiden.