Hundekrankenversicherung im Vergleich

Wissenswertes zur Hundekrankenversicherung

Krankenversicherungen gibt es nicht nur für Kinder und Erwachsene, sondern schon seit vielen Jahren können auch bestimmte Haustiere mittels einer solchen Versicherung im Gesundheitsbereich geschützt werden. Der Oberbegriff für diese Versicherungen lautet Tierkrankenversicherung, wobei hier in der Regel zwischen drei Tierarten unterschieden wird, nämlich zwischen Katzen, Pferden und Hunden. Die Hundekrankenversicherung ist somit eine spezielle Krankenversicherung für Hunde, die von Hundehaltern abgeschlossen werden kann.

Im Wesentlichen ist eine Hundekrankenversicherung mit einer privaten Krankenversicherung für den Menschen vergleichbar, denn auch hier gibt es bestimmte Leistungen, die zu einem bestimmten monatlichen Beitrag vom Versicherer erbracht werden. Es gibt inzwischen einige Versicherungsunternehmen, die solche Hundekrankenversicherungen anbieten, wobei allerdings zwischen zwei Varianten unterschieden werden muss. Die Hundekrankenversicherung wird nämlich einmal als vollwertige Krankenversicherung für Hunde und zum anderen als reine Hunde-OP-Kosten-Versicherung angeboten.

Themenübersicht zur Hundekrankenversicherung

Die Hunde-OP-Kosten-Versicherung

Die Hunde-OP-Kosten-Versicherung ist eine Variante der Hundekrankenversicherung, die insbesondere für solche Hundehalter infrage kommt, denen eine private Krankenversicherung für Hunde als Vollkostenversicherung zu teuer ist. Mit der Hunde-OP-Kosten-Versicherung können die Kosten abgedeckt werden, die im Zuge einer medizinisch notwendigen Operation am Hund entstehen. Diese Versicherung tritt mit ihrer Leistung also nur dann ein, wenn der Hund operiert werden muss. Ambulante Behandlungen sind hingegen über diese Variante der Hundekrankenversicherung nicht abgedeckt. Zu den Leistungen einer Hunde-OP-Kosten-Versicherung zählen beispielsweise:

  • Übernahme der Operationskosten
  • Übernahme der Kosten für vorbereitende Maßnahmen zur Operation
  • Kosten für die Nachbehandlung, meistens bis zu zehn Tage nach der Operation

Die Hundekrankenversicherung als Vollversicherung

Falls die Hundekrankenversicherung nicht nur dann eine Leistung erbringen soll, wenn der Hund operiert werden muss, kommt die zweite Variante infrage, nämlich die Hundekrankversicherung als Vollversicherung. Diese Versicherung ist im Prinzip mit einer privaten Krankenversicherung für den Menschen vergleichbar, da sie grundsätzlich die Kosten sowohl für ambulante als auch für stationäre Behandlungen übernimmt.

Impfung beim Tierarzt

Die Leistungen der Hundekrankenversicherung als Vollversicherung

Genau, wie es bei der privaten Krankenversicherung für den Menschen der Fall ist, wird auch die Hundekrankenversicherung meistens mit verschiedenen Tarifen angeboten. Die Leistungen können daher je nach Tarif deutlich variieren, sodass es wichtig für den Hundehalter ist, sich intensiv mit den jeweiligen Leistungen zu beschäftigen. Allgemein formuliert besteht die wesentliche Leistung der Hundekrankenversicherung als Vollversicherung darin, möglichst alle Behandlungskosten zu übernehmen, die bei einer medizinisch notwendigen Behandlung des Hundes anfallen. Darüber hinaus werden bei vielen Versicherungen dieser Art auch bestimmte Vorsorgemaßnahmen kostenmäßig erstattet, wie zum Beispiel regelmäßige Impfungen. Die folgenden Leistungen können je nach Tarif bei einer Hundekrankenversicherung integriert sein:

  • Übernahme von Operationskosten
  • Erstattung der Kosten für ambulante Behandlungen
  • Bezahlung von Vorsorgemaßnahmen, beispielsweise Impfungen
  • Zuschuss oder Kostenübernahme für Medikamente
  • Übernahme der Kosten für Kastration oder Sterilisation

Bezüglich der Leistungen ist zu beachten, dass diese bei der Hundekrankenversicherung als Vollversicherung oftmals gedeckelt sind, der Versicherer also nur einen jährlichen Höchstbetrag übernimmt. Es gibt aber durchaus auch Angebote, die eine volle Kostenerstattung beinhalten, ohne dass es eine betragsmäßige Begrenzung gibt. Darüber hinaus beinhalten die Tarife häufig eine Selbstbeteiligung des Versicherten. Diese Selbstbeteiligung kann beispielsweise so aussehen, dass bis zu 300 Euro Behandlungskosten pro Jahr zunächst vom Versicherten selbst getragen werden, und nur die darüber hinausgehenden Beträge von der Hundekrankenversicherung übernommen werden.

Wie hoch ist der Beitrag zur Hundekrankenversicherung?

Wie zuvor bereits angeführt, ist die Hunde-OP-Kosten-Versicherung die deutlich günstigere der zwei Varianten, die im Bereich der Hundekrankenversicherung angeboten werden. Eine solche reine OP-Kosten-Versicherung ist oftmals schon zu einem Beitrag von rund zehn Euro pro Monat erhältlich. Bei der Hundekrankenversicherung als Vollkrankenversicherung ist der Beitrag hingegen durchschnittlich deutlich höher und bewegt sich – abhängig von verschiedenen Faktoren – zwischen 20 und 40 Euro im Monat.

Die Faktoren, die sich auf die Höhe des Beitrages auswirken, sind in erster Linie das Alter des Hundes, die Hunderasse sowie natürlich die im Tarif enthaltenen Leistungen. Auch etwaige Selbstbeteiligungen, die der Versicherte freiwillig mit dem Versicherer vereinbart, können sich auf den Beitrag auswirken. Dies gilt ebenso für Höchstgrenzen, was die jährliche Leistung des Versicherers angeht. Die Hunderasse ist übrigens deshalb oftmals mitentscheidend für die Beitragshöhe, weil es durchaus diverse rassespezifische Krankheiten gibt, die natürlich das Risiko erhöhen, dass der Versicherer eine Leistung erbringen muss.

Fazit zur Hundekrankenversicherung

Sowohl unter Experten als auch unter Hundehaltern wird oftmals diskutiert, ob eine Hundekrankenversicherung überhaupt sinnvoll ist. Wer sich zum Beispiel für eine Hundekrankenversicherung in Form der Vollversicherung entscheidet, muss nicht selten 30 Euro oder mehr an monatlichem Beitrag aufbringen. Von diesem Jahresbeitrag, der rund 350 Euro betragen kann, könnte man zum Beispiel bereits eine kleine Operation am Hund bezahlen. Daher ist es im Grunde so, wie bei der privaten Krankenversicherung des Menschen, dass sich der Hundehalter genau überlegen muss, welche Leistungen er haben möchte und ob die Versicherung überhaupt sinnvoll für ihn ist.

Für relativ einkommensschwache Hundehalter ist sicherlich die Hunde OP Kosten Versicherung eine sehr gute Lösung. Der Beitrag ist hier relativ gering und dennoch kann durch diese Versicherung der größte Faktor Kostenfaktor abgesichert werden, nämlich die Kosten für eine Operation, die der Hundehalter vielleicht aus eigener Tasche nicht bezahlen könnte.

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