Private Haftpflichtversicherung im Vergleich

Wissenswertes zur privaten Haftpflichtversicherung

Wenn es eine Versicherung gibt, bei der völlig unstrittig ist, dass sie jedem Bürger dringend zu empfehlen ist, dann ist es sicherlich der Privathaftpflichtversicherung. Wenn von der Haftpflichtversicherung gesprochen wird, dann ist damit in erster Linie die Privathaftpflichtversicherung gemeint, auch wenn es darüber hinaus noch zahlreiche weitere Varianten dieser Versicherungsart gibt. Wie der Name bereits sagt, handelt sich bei der Privathaftpflichtversicherung um eine Versicherung, die Privatpersonen gegen verschiedene Risiken absichert.

Während die Kfz-Haftpflichtversicherung bereits für alle Autohalter, die ihr Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr nutzen möchten, eine Pflichtversicherung ist, handelt es sich bei der Privathaftpflichtversicherung nach wie vor meine freiwillige Versicherung. Aufgrund der großen Bedeutung gibt es allerdings einige Experten, die schon seit geraumer Zeit fordern, auch die Privathaftpflichtversicherung zu einer Pflichtversicherung zu machen. Die Bedeutung der Privathaftpflichtversicherung ist deshalb so groß, weil durch diese Versicherung existenzbedrohende Risiken abgesichert werden können. Die Versicherung schützt vor Schadensersatzansprüchen Dritter, die durchaus hohe Geldbeträge ausmachen können, sodass die Existenz nicht weniger Verbraucher ohne eine solche Versicherung ruiniert sein würde.

Themenübersicht zur privaten Haftpflichtversicherung

Die Leistungen der Privat-Haftpflichtversicherung

Die Privathaftpflicht-Versicherung beinhaltet im Wesentlichen zwei Leistungen. Die erste Leistung besteht zunächst einmal darin, dass der Versicherer dazu verpflichtet ist, Schadensersatzansprüche, die gegen den Versicherten gerichtet sind, auf ihre Berechtigung hin zu überprüfen. Stellt ein Dritter also einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Versicherten, so hat die Privathaftpflichtversicherung zunächst die Aufgabe, kritisch zu überprüfen, ob dieser Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind. Dies immer dann der Fall, wenn der Versicherte schuldhaft einen Schaden verursacht hat.

Hat die Privathaftpflichtversicherung die Schadensersatzansprüche überprüft und hält diese für gerechtfertigt, so besteht die zweite Hauptleistung darin, Schadenersatz zu leisten. Konkret heißt das, es werden diejenigen Kosten erstattet, die einem Dritten durch den vom Versicherten verursachten Schaden entstanden sind. Dabei kann es sich sowohl um Personen- als auch um Sach- oder Vermögensschäden handeln.

Die Schadensarten bei der Privathaftpflichtversicherung

Es gibt drei es gibt die drei folgenden Schadensarten, zwischen denen bei der Privat-Haftpflichtversicherung unterschieden wird:

Personenschäden

Wann es sich um Personenschaden handelt, dürfte relativ eindeutig sein, denn hier wurde eine Person durch das schuldhafte Handeln einer anderen Person verletzt. Aber nicht nur die Verletzung, sondern auch der Tod einer Person fällt in dem Bereich des Personenschadens. Da eine schwerere Verletzung mit einem erheblichen finanziellen Schaden verbunden sein kann, sollte der Versicherte stets darauf achten, gerade bei Personenschaden eine möglichst hohe Deckungssumme zu wählen. Empfohlen wird mindestens eine Deckungssumme von fünf Millionen Euro, wobei viele Experten mittlerweile sogar eine unbegrenzte Deckungssumme empfehlen.

Sachschäden

Eine ebenfalls hohe Deckungssumme sollte im Bereich der Sachschäden vereinbart werden. Unter dem Begriff Sachschäden werden all diejenigen Schäden zusammengefasst, die der Versicherte am Eigentum einer anderen Person verursacht hat. Dabei kann es sich zum Beispiel um die zerstörte Brille eines Bekannten handeln, aber auch um das beschädigte Gemälde eines Fremden.

Vermögensschäden

Neben Personen und Sachschäden existieren die Vermögensschäden als dritte Schadensart, die durch die Privathaftpflichtversicherung abgesichert werden kann. Ein Vermögensschaden ist ein finanzieller Schaden, der oftmals sogar mit einem Personen- oder Sachschaden zusammenhängen kann. Allerdings kann es durchaus passieren, dass ein Vermögensschaden auch unabhängig von einem eventuellen Sach- oder Personenschaden auftritt. Ein solcher Vermögensschaden könnte beispielsweise darin bestehen, dass der Versicherte einer anderen Person eine Verletzung zufügt, sodass der Geschädigte nicht zu einem wichtigen Termin erscheinen kann und ihm dadurch ein lukratives Geschäft entgeht. Kann der Geschädigte nun nachweisen, dass dieses Geschäft ohne schuldhaftes Handeln des Versicherten zustande gekommen wäre und einen bestimmten Ertrag gebracht hätte, so handelt es sich hier um einen klassischen Vermögensschaden.

Mitversicherung von Familienangehörigen

Die Privathaftpflichtversicherung zählt zu denjenigen Versicherungsarten, über die nicht nur eine Person, sondern mehrere Personen abgesichert werden können. In erster Linie ist die Mitversicherung von Familienangehörigen möglich, wobei sich in erster Linie um den Ehepartner bzw. Lebenspartner sowie um Kinder handelt, die minderjährig sind um im gleichen Haushalt leben. Bei den meisten Privathaftpflichtversicherungen ist es automatisch so, dass Ehepartner und minderjährige Kinder mitversichert sind. Es werden also nicht nur Schäden reguliert, die vom Hauptversicherten verursacht wurden, sondern unter der Voraussetzung, dass der Schaden vom Ehepartner oder vom minderjährigen Kind verursacht wurde, tritt die Privathaftpflicht ebenfalls mit ihrer Leistung ein.

Nicht nur Familienmitglieder sind über die Privathaftpflichtversicherung meistens automatisch mitversichert, sondern der Versicherungsschutz erstreckt sich darüber hinaus auch auf Haustiere. Allerdings muss hier genau differenziert werden, um welche Art von Haustier sich handelt. Sollte beispielsweise die Katze des Versicherten oder ein noch kleineres Haustier, wie zum Beispiel ein Hamster oder ein Meerschweinchen, einen Schaden an einer anderen Person oder deren Eigentum verursachen, so ist dieser Schaden über die Haftpflichtversicherung abgedeckt. Verursacht allerdings der Hund des Versicherten ein Schaden, so fällt dies nicht in dem Bereich der privaten Haftpflichtversicherung. In diesem Fall müsste der Verbraucher nämlich eine separate Hundehaftpflichtversicherung abschließen.

Die Beiträge zur Privathaftpflichtversicherung

Wie hoch der Beitrag zur Privathaftpflichtversicherung ist, richtet sich im Prinzip einzig und allein danach, für welche Deckungssummen sich der Versicherte entschieden hat. Das Eintrittsalter spielt hier genauso wenig wird der Gesundheitszustand des Versicherten eine Rolle, da diese Faktoren für das bestehende Schadensrisiko, welches beim Versicherer zu einer Leistung führen würde, unerheblich sind. Allerdings kann sich der Beitrag ferner ebenfalls danach richten, wie viele Personen versichert werden sollen.

Fazit zur Privathaftpflichtversicherung

Das Fazit zur Privathaftpflichtversicherung kann im Prinzip relativ kurz ausfallen, denn es ist vor allem festzuhalten, dass es sich um eine Versicherung handelt, die ohne Ausnahme jedem Bürger dringend zu empfehlen ist. Auch wenn man noch so vorsichtig ist, so kann es bei Unachtsamkeit stets dazu kommen, dass unabsichtlich andere Personen verletzt werden oder deren Eigentum beschädigt wird. Insbesondere dann, wenn eine Person verletzt oder gar getötet wird, können die Schadenssummen leicht in den sechs- oder siebenstelligen Bereich reichen, sodass mit der Privathaftpflicht-Versicherung Risiken abgesichert werden können, die ansonsten zum finanziellen Ruin führen könnten.