Bankkredite im Vergleich

Wissenswertes zum Bankkredit

Die meisten Verbraucher, die ein Darlehen aufnehmen möchten, wenden sich wie selbstverständlich an ein Kreditinstitut. Auch wenn der Markt der privaten Kreditgeber in Deutschland boomt, sind es nach wie vor dennoch die Banken, die mit weitem Abstand am häufigsten einen Kredit vergeben. Den Bankkredit gibt es in zahlreichen Varianten, sodass es nur selten vorkommt, dass Kunden nicht die gewünschte Kreditform finden, die zu ihrem Bedarf passt. Die Unterscheidung zwischen den vielen Bankkrediten ist ohnehin sehr wichtig, denn es gibt nach wie vor viele Verbraucher, die sich schlichtweg für die falsche Kreditart entscheiden.

Themenübersicht zum Bankkredit

Die häufigsten Arten eines Bankkredites

Es gibt im Wesentlichen drei Kreditarten, die in der Summe zu den mit Abstand am häufigsten genutzten Bankkrediten gehören. Es handelt sich dabei um die folgenden Kreditvarianten:

  • Dispositionskredit
  • Ratenkredit / Konsumentenkredit
  • Immobiliendarlehen

Der Dispositionskredit wird von vielen Millionen Kunden genutzt, wobei es sich hier eigentlich nicht um einen Kredit zum ursprünglichen Sinne handelt, sondern vielmehr um einen Kreditrahmen bzw. um ein Limit, welches die Bank dem Kunden auf dem Girokonto zur Verfügung stellt. Der Dispositionskredit zeichnet sich durch seine große Flexibilität aus, denn der Kunde kann den einmal zur Verfügung gestellten Rahmen nach Belieben nutzen oder eben nicht. Der Dispositionskredit unterscheidet sich auch deshalb von allen anderen Bankkrediten, weil es keine feste Rückzahlungsvereinbarung bzw. Tilgungsvereinbarung gibt. Theoretisch kann der Kunde den Dispositionskredit also über Jahrzehnte hinweg nutzen, ohne jemals eine Rückführung zu tätigen. Der Nachteil dieser Kreditart ist allerdings, dass die Dispozinsen oftmals sehr hoch sind und sich meistens im zweistelligen Prozentbereich bewegen.

Der Ratenkredit / Konsumentenkredit

Neben dem Dispositionskredit ist es vor allen Dingen der Ratenkredit, der von ebenfalls vielen Millionen Bundesbürgern als Bankkredit genutzt wird. Insbesondere im Bereich der Ratenkredite, die oftmals auch als Konsumentenkredite bezeichnet werden, gibt es je nach Bank eine große Auswahl von unterschiedlichen Varianten. So bieten viele Filial- und Direktbanken ihre Ratenkredite unter eigenen Bezeichnungen an, die ein jeweils besonderes Merkmal des Kreditangebotes herausstellen sollen. In der Praxis wird der Ratenkredit beispielsweise unter folgenden Bezeichnungen angeboten:

  • Anschaffungsdarlehen
  • Konsumentenkredit
  • Verbraucherdarlehen
  • Privatkredit
  • Sofortkredit
  • Schnellkredit
  • Allzweckdarlehen
  • Autokredit
  • Umzugskredit

Die typische Eigenschaft eines Ratenkredites, in welcher Form die Bank diesen Kredit auch immer anbietet, besteht darin, dass der Kunde zunächst einen festen Darlehensbetrag erhält. Ferner charakterisieren sich die Ratenkredite dadurch, dass dieser vergebene Darlehensbetrag über einen mit dem Kunden vereinbarten Zeitraum in regelmäßigen monatlichen Raten zurückgezahlt werden muss. Diese Raten bestehen zum einen aus dem Tilgungs- und zum anderen aus dem Zinsanteil. Im Gegensatz zum Dispositionskredit ist es beim Ratenkredit so, dass die Zinsen stets auf Basis des gesamten Kreditbetrages berechnet werden. Es findet also keine Tilgungsverrechnung statt, wie es beispielsweise beim Immobilienkredit der Fall ist. Ratenkredite werden von vielen Banken innerhalb eines Bereichs zwischen 3.000 und 50.000 Euro vergeben. Was die möglichen Laufzeiten angeht, so bewegen sich diese meistens im Rahmen zwischen zwölf und 84 Monaten.

Bonität des Kunden und eventuelle Sicherheiten

Ein ganz wichtiges Thema ist gerade beim Ratenkredit das Thema Kreditwürdigkeit bzw. die Bonität des Kunden. Die Kreditinstitute vergeben einen Bankkredit in Form von Ratenkrediten nämlich nur unter der Voraussetzung, dass sie den Kunden für ausreichend kreditwürdig einstufen. Dies ist normalerweise dann der Fall, wenn der Kunde keinen negativen Eintrag in der SCHUFA hat und zudem über ein regelmäßiges Einkommen verfügen. Wichtig zu beachten ist, dass nicht alle Banken dazu bereit sind, einen Ratenkredit auch an Selbstständige oder Freiberufler zu vergeben. Hier gibt es nämlich oftmals kein regelmäßiges Einkommen in fester Höhe, sodass sich manche Kreditinstitute durchaus schwer damit tun, einem Nicht-Arbeitnehmer Geld zu leihen.

Ob ein Ratenkredit als Blankokredit oder nur als gesichertes Darlehen vergeben wird, hängt vor allem von dieser Bonitätseinstufung der Bank ab. Darüber hinaus spielt natürlich auch die aufgenommene Darlehenssumme eine Rolle, ob die Bank dazu bereit ist, dem Kunden das Geld ohne weitere Sicherheiten zu leihen oder ob eine Kreditsicherheit gefordert wird. Im Bereich der Ratenkredite kommen in der Praxis vor allem die folgenden Kreditsicherheiten infrage:

  • Verpfändung von Sparguthaben
  • Verpfändung von Wertpapieren
  • Abtretung von Forderungen (meistens Kapitallebensversicherungen)
  • Bürgschaft
  • Sicherungsübereignung (meistens bei der Autofinanzierung)

Neben dem Dispositionskredit und dem Ratenkredit gehört auch der Immobilienkredit zu den drei am häufigsten genutzten Bankkrediten. Da es sich bei Immobilienkredit bzw. bei der Immobilienfinanzierung stets um eine sehr umfangreiche Finanzierungsform handelt, die durchaus größeres Detailwissen erfordert, wird auf diese Finanzierungsform an anderer Stelle noch ausführlicher eingegangen.

Weitere Formen von Bankkrediten

Neben den drei genannten Hauptvarianten gibt es natürlich noch zahlreiche speziellere Kreditformen, die von den Kreditinstituten als Bankkredit vergeben werden. Ein großer Bereich sind zum Beispiel die Firmenkundenkredite, die insbesondere an Geschäftskunden und Unternehmen vergeben werden. In dieser Sparte findet man beispielsweise Existenzgründungsdarlehen, Kontokorrentkredite (ähnlich dem Dispositionskredit für Privatkunden), Inventarkredite und sonstige Darlehen, die auf die Bedürfnisse von gewerblichen Kunden ausgerichtet sind.

Aber auch im Bereich der Privatkunden gibt es neben den genannten Kreditformen noch andere speziellere Darlehen, die von einzelnen Banken angeboten werden. Zu nennen ist hier beispielsweise der Abrufkredit, der Rahmenkredit oder auch der Kürzungskredit.

Die Kosten eines Bankkredites

Da die Leistungen eines Bankkredites bei allen Kreditinstituten darin besteht, dass der Kunde Geld geliehen bekommt, welches er – bis auf den Dispositionskredit – innerhalb einer vereinbarten Dauer zurückzahlen muss, kann sich der Vergleich der verschiedenen Kreditarten und Angebote im Wesentlichen auf die Kosten konzentrieren. Es sind zwei Kostenfaktoren, die bei einem Bankkredit auftreten können. Ein Kostenfaktor, der immer anfällt und daher stets auch beim Vergleich berücksichtigt werden muss, sind die zu zahlenden Darlehenszinsen. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass der Kunde beim Vergleich auf den effektiven Jahreszins achtet und nicht nur den Nominalzins als Maßstab nimmt. Der effektive Jahreszins beinhaltet nämlich nicht nur die nominalen Zinsen, sondern darüber hinaus auch eine eventuelle Tilgungsverrechnung sowie etwaige Gebühren, die die Bank zusätzlich veranschlagt.

Die möglichen Gebühren sind dann auch gleichzeitig der Kostenfaktor Nummer zwei, den es bei einem Bankkredit geben kann. Nicht wenige Banken veranschlagen zum Beispiel insbesondere beim Ratenkredit Bearbeitungsgebühren, auch wenn mittlerweile mehrere Landgerichte entschieden haben, dass dies im Bereich von Verbraucherkrediten nicht zulässig ist. Die Banken begründen das Veranschlagen von Bearbeitungsgebühren in aller Regel damit, dass die Bearbeitung und Bewilligung von Darlehen natürlich Kosten verursachen würde, welche die Bank gerne durch diese Gebühren abgedeckt haben möchte. Darüber hinaus kann es bei Bankkrediten durchaus noch indirekte Kosten geben, beispielsweise in Form einer Restkreditversicherung. Es gibt nämlich manche Kreditinstitute, die ihren Kunden einen Konsumentenkredit nur unter der Voraussetzung geben, dass der Kreditnehmer bereit ist, eine Restkreditversicherung abzuschließen. Die Höhe des Beitrages zu dieser Versicherung richtet sich in erster Linie nach der Darlehenssumme und kann durchaus einmalig zwischen 150 und 500 Euro betragen.

Welche Unterlagen werden beim Antrag benötigten?

Möchten Kunden einen Bankkredit erhalten, ist die Bank dazu verpflichtet, zwei Punkte zu prüfen, nämlich die Kreditfähigkeit sowie die Kreditwürdigkeit des Kunden. Die Kreditfähigkeit ist dann vorhanden, falls der Kunde mindestens das 18. Lebensjahr vollendet hat und darüber hinaus als voll geschäftsfähig eingestuft ist. In Deutschland ist es nämlich nicht erlaubt, minderjährigen Kunden einen Kredit zu geben, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes vor und auch die Eltern bzw. gesetzliche Vertreter haben der Kreditaufnahme zugestimmt. Darüber hinaus prüft jede Bank auch die Kreditwürdigkeit des Kunden, denn natürlich ist der Kreditgeber daran interessiert, sein verliehenes Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückzuerhalten. Aufgrund dieser beiden Prüfkriterien gibt es verschiedene Unterlagen und Nachweise, die Kreditsuchende erbringen muss, wenn sie ein Darlehen aufnehmen möchten. Dazu gehören:

  • Personalausweis oder Reisepass als Legitimationsnachweis
  • SCHUFA-Auskunft (wird meistens von der Bank angefordert)
  • Gehaltsbescheinigungen
  • Lohnabrechnungen
  • Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen (bei Firmenkunden)
  • eventuellen Nachweise über vorhandene Sicherheiten / Vermögensaufstellung

Fazit zum Bankkredit

Das Fazit zum Bankkredit ist zunächst einmal, dass es sich hier um einen Oberbegriff für viele unterschiedliche Kreditarten handelt, die seitens der Kreditinstitute zur Verfügung gestellt werden. Die häufigsten Bankkredite sind der Dispositionskredit, der Ratenkredit sowie der Immobilienkredit. Beim Vergleich der Angebote sollte der Kunde darauf achten, die für ihn passende Kreditart zu wählen und darüber hinaus insbesondere die Zinsen und etwaigen Gebühren zu vergleichen, die von den jeweiligen Banken im Zuge des Kredites veranschlagt werden.