Autoversicherung im Vergleich

Wissenswertes zur Autoversicherung

Jeder Halter eines motorisierten Fahrzeuges, sei es ein Auto, ein Motorrad oder auch ein Lkw, ist in Deutschland verpflichtet, eine Autoversicherung abzuschließen. Allerdings ist der Begriff Autoversicherung im Prinzip nur ein Oberbegriff für verschiedene Versicherungsarten. In den Bereich der Autoversicherung fallen in erster Linie die folgenden vier Versicherungsarten:

Ausschließlich die Kfz-Haftpflichtversicherung ist hierzulande eine Pflichtversicherung, sodass jeder Kfz-Halter diese Form der Autoversicherung abschließen muss. Es muss sogar ein Nachweis erfolgen, dass ein solcher Versicherungsschutz besteht, bevor ein Fahrzeug beim Straßenverkehrsamt angemeldet werden kann.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist mit Abstand die in Deutschland am häufigsten genutzte Autoversicherung, was natürlich damit zu tun hat, dass es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung handelt. Jeder Fahrzeughalter muss sein Fahrzeug über die Kfz-Haftpflichtversicherung versichern, bevor er es im Straßenverkehr nutzen darf. Dies wird bereits vom zuständigen Straßenverkehrsamt kontrolliert, denn ohne eine Versicherungsbestätigung ist es nicht möglich, ein Fahrzeug zuzulassen.

Die wesentliche Aufgabe der Kfz-Haftpflichtversicherung besteht darin, solche Schäden zu regulieren, die vom Versicherten mit seinem Fahrzeug schuldhaft verursacht worden sind. Allerdings ist zu beachten, dass keineswegs automatisch alle Schäden reguliert werden, sondern es kommt immer darauf an, wie groß die Schuld bzw. Mitschuld des Versicherten im Einzelfall ist.

Die Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung

Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es im Wesentlichen zwei Leistungen, von denen der Versicherte profitieren kann. Eine ganz wesentliche Leistung besteht zunächst einmal darin, dass der Versicherer im Schadensfall immer prüfen wird, ob die von einem Geschädigten angemeldeten Ansprüche, die gegen den Versicherten gerichtet werden, auch wirklich berechtigt sind. Selbst unter der Voraussetzung, dass der Versicherte seine Schuld eingestanden hat und der Meinung ist, er wäre für den Schaden verantwortlich, wird die Kfz-Haftpflichtversicherung eine Schadensregulierung nicht durchführen, falls sie zu einem anderen Schluss gelangt.

Grundsätzlich funktioniert die Kfz-Haftpflichtversicherung so, dass ein berechtigter Schaden zunächst gegenüber dem Geschädigten reguliert wird. Im zweiten Schritt wird dann allerdings noch geprüft, ob der Versicherte vielleicht grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich gehandelt hat. Ist dies der Fall, kann der Versicherer seinen Kunden in Regress nehmen, was jedoch nur im Innenverhältnis von Bedeutung ist, denn im Außenverhältnis wird der Schaden gegenüber dem Geschädigten auf jeden Fall erstattet.

Die zweite wesentliche Leistung besteht bei der Kfz-Haftpflichtversicherung also in der Schadensregulierung. Hier ist es meistens so, dass sämtliche Kosten, die dem Geschädigten entstanden sind, reguliert werden. Dies betrifft jedoch nur das Außenverhältnis, denn im Innenverhältnis kann es durchaus vorkommen, dass der Versicherte ein Teil des Schadens selbst übernehmen muss bzw. an den Versicherer zurückzahlen muss. Dies kann vor allen Dingen dann vorkommen, wenn dem Versicherten grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. In diesem Fall nehmen viele Versicherer ihre Kunden mittlerweile in Regress, zumindest was einen Teil des entstandenen Schadens betrifft. Immer in Regress genommen wird der Versicherte natürlich dann, falls er einen Schaden mutwillig, also vorsätzlich, herbeigeführt hat. Aus diesem Grund ist es im Bereich der Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung wichtig, die drei folgenden Verschuldungsprinzipien zu unterscheiden:

  • leichte / einfache Fahrlässigkeit
  • grobe Fahrlässigkeit
  • Vorsatz

Die Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung

Ein nicht ganz einfaches Thema ist bei der Kfz-Haftpflichtversicherung der Beitrag und wie dieser vom jeweiligen Versicherer festgelegt wird. Es gibt nämlich zahlreiche Faktoren, die einen Einfluss auf die Gesamthöhe des zu zahlenden Jahresbetrages haben können. In erster Linie sind hier zunächst einmal die Typklasse und die Regionalklasse zu nennen. Mit der Typklasse teilen die Versicherer die vielen am Markt vorhandenen Fahrzeugmodelle in bestimmte Klassen ein. Diese Einteilung wird zum Beispiel danach vorgenommen, wie häufig mit einem bestimmten Automodell in der Vergangenheit Schäden verursacht wurden.

Nach einem ähnlichen Prinzip wird auch bei der Regionalklasse verfahren. Die Regionalklasse beinhaltet, in welcher Region bzw. in welcher Stadt das jeweilige Fahrzeug zugelassen ist. Die Einteilung erfolgt hier aus dem Grund, weil es zwischen den vielen Regionen Deutschland zum Teil extreme Unterschiede gibt, was die Häufigkeit an Versicherungsschäden betrifft.

Neben der Typ- und der Regionalklasse ist es im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung vor allem auch die Schadenfreiheitsklasse, die einen großen Einfluss auf den gesamten Beitrag haben kann. Es gibt verschiedene Schadenfreiheits-Stufen, in die der Versicherer seine Versicherten einteilt. Etwas vereinfacht ausgedrückt ist es so, dass der Schadenfreiheitsrabatt mit jedem Jahr steigt, in dem der Versicherte schadensfrei unterwegs war. So kann es beispielsweise nach einer Versicherungsdauer von 20 Jahren passieren, dass der Versicherte nur noch einen Beitragssatz von 40 Prozent zahlen muss. Neue Versicherte bzw. junge Autofahrer, die erst gerade ihren Führerschein gemacht haben, beginnen hingegen oftmals mit einem Beitragssatz von über 200 Prozent, da es hier noch kein Schadenfreiheitsrabatt gibt.

Ein weiterer Faktor, der ebenfalls Einfluss auf die Beitragshöhe haben kann, ist das Alter des Versicherten. Statistisch betrachtet ist es nämlich so, dass insbesondere Autofahrer im Alter von unter 25 Jahren vergleichsweise häufig in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Dies haben die Versicherer schon seit langer Zeit aufgegriffen, was dazu führt, dass junge Autofahrer meistens – unabhängig vom Schadensfreiheitsrabatt – höhere Beiträge zahlen müssen.

Neben den genannten Faktoren gibt es noch weitere Einflussfaktoren auf dem Beitrag, wie zum Beispiel die Anzahl der regelmäßigen Fahrer, der Unterbringungsort des Fahrzeuges über Nacht sowie die Anzahl der gefahrenen Kilometer im Jahr.

Zum besseren Überblick sind im Folgenden noch einmal alle Faktoren aufgelistet, die sich auf den Beitrag zur Kfz-Haftpflichtversicherung auswirken können:

  • Typklasse
  • Regionalklasse
  • Alter des Versicherten
  • Schadenfreiheitsrabatt / Schadenfreiheitsklasse
  • Unterstellungsort des Fahrzeuges bei Nacht
  • Anzahl der regelmäßigen Fahrer
  • Anzahl der jährlichen Kilometerlaufleistung

Im Gegensatz zu Teil- und Vollkaskoversicherung gibt es im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung keine Eigenbeteiligung, sodass es demzufolge in diesem Punkt nicht möglich ist, den Beitrag zu reduzieren.

Die Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung ist definitiv nach der Kfz-Haftpflichtversicherung die in Deutschland am häufigsten genutzte Autoversicherung. Es handelt sich hier zwar um keine Pflichtversicherung, jedoch haben sich dennoch deutlich mehr als 15 Millionen Autofahrer in Deutschland für den Abschluss einer Teilkaskoversicherung entschlossen. Der größte Unterschied zur Kfz-Haftpflichtversicherung besteht darin, dass die Teilkaskoversicherung nicht Schäden übernimmt, die an einem anderen Fahrzeug verursacht worden sind, sondern es geht hier ausschließlich um Schäden, die am Fahrzeug des Versicherten verursacht wurden.

Die Leistungen der Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung tritt immer dann ein, wenn sich am Fahrzeug des Versicherten ein Schaden ereignet hat. Ausnahme ist natürlich, falls ein anderer Autofahrer diesen Schaden verursacht hat, denn in diesem Fall würde wiederum dessen Kfz-Haftpflichtversicherung die Schadensregulierung übernehmen. Stattdessen besteht die Leistung der Teilkaskoversicherung vor allem darin, solche Schäden zu ersetzen, die beispielsweise aufgrund von Naturgewalten oder sonstigen Einflüssen entstanden sind, die sich negativ auf den Zustand des versicherten Fahrzeuges ausgewirkt haben.

In erster Linie sind es die folgenden Schadensursachen, die über eine Teilkaskoversicherung abgedeckt werden können:

  • Sturmschäden (ab Windstärke 8)
  • Hagelschäden
  • Brandschäden
  • Schäden durch Überschwemmung
  • Marderbiss
  • Zusammenstoß mit Haarwild / Großtieren
  • Steinschlagschäden
  • Diebstahl des Fahrzeuges

Bei den zuvor aufgelisteten Schäden handelt es sich um solche Schadensursachen, die im Prinzip von jeder Teilkaskoversicherung erstattet werden. Allerdings gibt es in manchen Bereichen leichte Unterschiede zwischen den Versicherern, was selbstverständlich auf den jeweiligen Tarif zurückzuführen ist. So ist es bei mancher Teilkaskoversicherung beispielsweise so, dass ausschließlich solche Schäden reguliert werden, die bei einer Kollision mit Haarwild entstanden sind. Prallt das Fahrzeug hingegen beispielsweise mit einem Pferd zusammen, so würde dies nicht in den Bereich Haarwild fallen und von manchen Versicherern würde dann ein Schaden nicht erstattet werden. Es gibt jedoch auch andere Teilkaskoversicherungen, die den Schutz in dem Sinne erweitert haben, dass nicht nur Schäden aufgrund eines Zusammenstoßes mit Haarwild, sondern auch mit anderen größeren Tieren reguliert werden.

Die Beiträge zur Teilkaskoversicherung

Auch bei der Teilkaskoversicherung ist es so, dass es diverse Einflussfaktoren gibt, die sich auf die Höhe des Beitrages auswirken können. Wie schon von der Kfz-Haftpflichtversicherung bekannt, sind es auch bei der Teilkaskoversicherung zunächst einmal Typklasse und Regionalklasse, die sich auf den Beitrag auswirken können. Der Grund ist im Prinzip der gleiche wie bei der Kfz-Haftpflichtversicherung, nämlich dass es je nach Region und Fahrzeugtyp unterschiedlich häufig vorkommt, dass ein Versicherungsschaden gemeldet wird. Somit gibt es in manchen Regionen und bei einigen Fahrzeugtypen ein höheres Schadensrisiko als in anderen Gebieten und bei anderen Fahrzeugarten.

Einen Schadenfreiheitsrabatt gibt es im Bereich der Teilkaskoversicherung nicht. Für den Versicherten ist dies einerseits positiv, weil es nach einem Schaden nicht zu einer Herabstufung kommen kann. Auf der anderen Seite ist dies natürlich auch ein Nachteil, da umsichtiges Fahren ohne Versicherungsschaden nicht belohnt wird.

Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung ist es bei der Teilkaskoversicherung allerdings möglich, den Beitrag durch Vereinbarung eines Selbstbehaltes zu reduzieren. Üblich ist in diesem Bereich eine Selbstbeteiligung zwischen 150 und 300 Euro pro Schaden. Ferner ist es auch bei der Teilkaskoversicherung so, dass sich das Alter des Versicherten sowie einige weitere Faktoren auf den Beitrag auswirken können.

Die folgenden Merkmale und Faktoren können sich auf den Beitrag zu Teilkaskoversicherung auswirken:

  • Typklasse
  • Regionalklasse
  • Alter des Versicherten
  • Selbstbeteiligung
  • Anzahl der Fahrer
  • zusätzliche Leistungen im Tarif
  • Unterbringungsort über Nacht
  • jährliche Laufleistung in Kilometern

Fazit zur Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung ist zwar eine freiwillige Autoversicherung, ist aber dennoch für die meisten Fahrzeughalter sinnvoll. Ausschließlich Personen, deren Fahrzeug nur noch einen relativ geringen Wert hat, können durchaus auf den Abschluss einer solchen Versicherung verzichten. Da jedoch große Risiken wie Diebstahl oder hohe Schäden am eigenen Fahrzeug über diese Teilkaskoversicherung versichert werden können, ist die Versicherung ansonsten allen Fahrzeughaltern zu empfehlen, deren Fahrzeug noch einen gewissen Wert hat.

Die Vollkaskoversicherung

Deutlich weniger Fahrzeughalter als bei der Teilkaskoversicherung nutzten in Deutschland die Vollkaskoversicherung, die im Prinzip keine Alternative zur Teilkaskoversicherung ist, sondern eine Erweiterung darstellt. Es ist nämlich so, dass zunächst einmal alle Schadensursachen, die über die Teilkaskoversicherung versichert werden können, automatisch auch in der Vollkaskoversicherung enthalten sind. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Schadensursachen, die nur in der Vollkaskoversicherung abgedeckt werden können.

Die Leistungen der Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung bietet im Prinzip die größtmögliche Absicherung, die ein Fahrzeughalter für solche Schäden nutzen kann, die am eigenen Fahrzeug entstehen könnten. Wie bereits angesprochen, enthält die Vollkaskoversicherung zunächst einmal alle Leistungen, die er Fahrzeughalter auch von seiner Teilkaskoversicherung bekommen würde. Die Teilkaskoversicherung ist also im Prinzip ein Bestandteil einer jeden Vollkaskoversicherung.

Der wichtige Unterschied zwischen der Vollkaskoversicherung unter Teilkaskoversicherung besteht darin, dass einige Schadensursachen ausschließlich über die Vollkaskoversicherung abgedeckt werden können. Im Wesentlichen sind es die folgenden Schadensursachen, die nur von der Vollkaskoversicherung, nicht aber von der Teilkaskoversicherung reguliert werden:

  • Versicherter verursacht Schaden am eigenen Fahrzeug selbst
  • Vandalismus
  • Sturmschäden unter Windstärke 8
  • Schäden durch nicht deliktsfähige Kinder
  • Fahrerflucht-/Unfallflucht
  • Beschädigungen am Tank durch Fremde

Die zuvor genannten Schadensursachen müssen sicherlich noch etwas näher erläutert werden, da sich aus der reinen Aufzählung nicht ergibt, worum es sich genau handelt bzw. was die Schadensursache im Einzelnen beinhaltet.

Bei der Teilkaskoversicherung ist es so, dass ein Schaden dann nicht reguliert wird, wenn der Versicherte diesen am eigenen Fahrzeug schuldhaft verursacht hat. Kommt es beispielsweise zu einem Verkehrsunfall, weil der Versicherte ein Stoppschild überfahren hat und somit einem anderen Fahrzeug die Vorfahrt genommen hat, so würde die Teilkaskoversicherung den Schaden am eigenen Fahrzeug nicht übernehmen. Bei der Vollkaskoversicherung sieht es hingegen anders aus, denn die Versicherung reguliert auch solche Schäden, die der Versicherte schuldhaft am eigenen Fahrzeug verursacht hat. Natürlich tritt auch hier das Recht des Versicherers in Kraft, bei grob fahrlässigen oder gar mutwillig verursachten Schäden keine Leistung zu erbringen.

Im Zuge der Vollkaskoversicherung sind – im Gegensatz zur Teilkaskoversicherung – auch solche Schäden versichert, die durch Vandalismus entstanden sind. Tritt zum Beispiel ein Fremder die Scheiben des eigenen Fahrzeuges des Versicherten ein, so würde dieser Schaden ausschließlich von der Vollkaskoversicherung, nicht aber von der Teilkaskoversicherung übernommen werden. Ähnlich sieht es bei Sturmschäden auf aus, denn in der Regel tritt die Teilkaskoversicherung hier nur mit einer Leistung ein, falls der Sturm mindestens die Windstärke 8 hatte. Die Vollkaskoversicherung übernimmt Sturmschäden hingegen auch dann, wenn es sich um geringere Windstärken gehandelt hat.

Ist der Schaden am Fahrzeug des Versicherten durch ein noch nicht deliktsfähiges Kind verursacht worden oder hat sich der Verursacher der Fahrerflucht bzw. Unfallflucht strafbar gemacht, so ist es auch in diesem Fall ausschließlich die Vollkaskoversicherung, die den Schaden übernehmen wird. Wer hingegen ausschließlich eine Teilkaskoversicherung nutzt, der müsste den so entstandenen Schaden aus eigener Tasche bezahlen.

Neuerdings kommt es immer häufiger zu Schäden in der Form, als dass Fremde den Tank eines Fahrzeuges aufbohren, um das darin enthaltene Benzin zu stehlen. Solche Schäden, die durchaus in einen Bereich von 1.000 Euro gehen können, da der Tank erneuert werden muss, werden ebenfalls nur von der Vollkaskoversicherung und nicht von der Teilkaskoversicherung erstattet.

Es gibt also durchaus einige Schadensursachen, die ausschließlich von der Vollkaskoversicherung reguliert werden. Wer demnach als Fahrzeughalter ein sehr hohes Sicherhetisbedürfnis hat, der wird sich oftmals nicht nur für eine Teilkaskoversicherung, sondern vielmehr für eine Vollkaskoversicherung entscheiden.

Die Beiträge zur Vollkaskoversicherung

Wie bereits bei der Kfz-Haftpflichtversicherung und bei der Teilkaskoversicherung der Fall, so gibt es auch bei der Vollkaskoversicherung einige Faktoren, auf deren Basis der Versicherer den Beitrag festlegt. Grundsätzlich ist zunächst festzuhalten, dass die Vollkaskoversicherung aufgrund des erweiterten Schutzes wesentlich teurer als eine Teilkaskoversicherung ist.

Die folgenden Faktoren können einen Einfluss auf den Beitrag zur Vollkaskoversicherung haben:

  • Regionalklasse
  • Typklasse
  • Alter des Fahrers
  • Schadenfreiheitsrabatt
  • Selbstbeteiligung
  • Unterbringungsort Fahrzeuges bei Nacht
  • Anzahl der jährlichen Laufleistung in Kilometern
  • Anzahl der regelmäßigen Fahrer

Während es bei der Teilkaskoversicherung keinen Schadenfreiheitsrabatt gibt, ist dieser im Bereich der Vollkaskoversicherung wiederum üblich. Er Fahrzeughalter hat also hier Gelegenheit, durch schadensfreie Jahre seinen Beitrag zu senken. Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung ist dies ebenfalls dadurch möglich, dass eine Selbstbeteiligung vereinbart wird. Diese liegt in der Praxis meistens zwischen 150 und 500 Euro. Da die Herabstufung in der Vollkaskoversicherung nach einem Schadensfall allerdings teilweise sehr deutlich ausfallen kann, kann es unter Umständen sogar wirtschaftlicher sein, einen Schaden von wenigen Hundert Euro nicht dem Versicherer zu melden, sondern diesen selbst zu regulieren. Denn dadurch wird eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse vermieden, was auf Dauer gesehen günstiger sein kann, als wenn der Schaden vom Versicherer übernommen wird, dann jedoch eine Rückstufung in eine ungünstigere Schadenfreiheitsklasse vorgenommen wird.

Fazit zur Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung ist sicherlich in erster Linie für solche Fahrzeughalter geeignet, deren Fahrzeug einen relativ hohen Wert hat. Bei Abschluss der Versicherung sollte beispielsweise auch darauf geachtet werden, dass Neufahrzeuge für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren hinweg mit dem Neuwert und nicht nur mit dem jeweiligen Zeitwert versichert sind. Viele Vollkaskoversicherung bieten diese Leistung in ihren Tarifen an. Darüber hinaus ist die Vollkaskoversicherung auch solchen Autofahrern zu empfehlen, die ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben und sich gegen möglichst alle möglichen Schadensursachen absichern möchten. Wer hingegen lediglich eine Grundabsicherung für die häufigsten Schäden haben möchte, der kommt normalerweise auch gut mit der Teilkaskoversicherung aus.

Die Insassenunfallversicherung

Auch die Insassenunfallversicherung fällt in den Bereich der Autoversicherung, auch wenn es sich um eine Versicherung handelt, die von vielen Experten kritisch betrachtet und teilweise für nicht empfehlenswert gehalten wird. Es handelt sich bei der Insassenunfallversicherung um eine spezielle Unfallversicherung, die ausschließlich dann eine Leistung erbringt, wenn die Insassen des versicherten Fahrzeuges infolge eines Unfalls verletzt werden.

Wer also beispielsweise bereits über eine private Unfallversicherung verfügt, der benötigt nicht zusätzlich auch noch eine Insassenunfallversicherung. Zudem ist es so, dass wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer den Unfall verursacht hat, dessen Kfz-Haftpflichtversicherung natürlich auch für Verletzungen aufkommen muss, die bei den Interessen des betroffenen Fahrzeuges entstanden sind.

Es ist also in vielen Fällen so, dass die Insassenunfallversicherung tatsächlich überflüssig ist bzw. es zu einer Überversicherung kommen kann, da bereits anderer Versicherungen für die Schadensregulierung zuständig sind. Aufgrund dieser Tatsache reicht es meistens aus, dass Verbraucher darüber informiert sind, dass es eine solche zusätzliche Versicherung gibt, während der Abschluss allerdings häufig nicht wirklich empfehlenswert ist.

Fazit zur Autoversicherung

Insgesamt betrachtet besteht die Autoversicherung also aus verschiedenen Versicherungsarten, die mehr oder weniger wichtig sind. Immer abgeschlossen werden muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung, während sowohl Teilkasko- als auch Vollkaskoversicherung sowie Insassenunfallversicherung freiwillig sind. Der am häufigsten genutzte Schutz besteht in Deutschland aus einer Kombination zwischen Kfz-Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung. Aber auch die Vollkaskoversicherung wird durchaus häufig genutzt, da hier bestimmte Schäden abgesichert werden können, die von der Teilkaskoversicherung nicht übernommen werden. Letztendlich muss aber natürlich jeder Fahrzeughalter selbst entscheiden, wie umfangreich der gewünschte Versicherungsschutz sein soll.