Autokredite im Vergleich

Wissenswertes zum Autokredit

Im Bereich der Ratenkredite ist es so, dass viele Banken nicht nur allgemeine Konsumentendarlehen, die für jeden Verwendungszweck genutzt werden können, anbieten, sondern darüber hinaus auch spezielle Varianten zur Verfügung stellen. Ein Beispiel ist der Schnellkredit, durch den gewährleistet werden soll, dass der Kunde seinen Kreditbetrag besonders schnell erhält. Aber auch nach dem Verwendungszweck werden manche Kreditarten differenziert, wie zum Beispiel der Autokredit. Wie schon am Namen zu erkennen ist, handelt es sich bei einem Autokredit um ein Darlehen, welches zur Finanzierung eines Autokaufs gedacht ist. Der Begriff Auto muss in dem Zusammenhang allerdings nicht wörtlich genommen werden, denn meistens ist es ebenso möglich, beispielsweise die Anschaffung eines Wohnmobils oder eines Motorrades über ein solches Darlehen zu finanzieren.

Themenübersicht zum Autokredit

Die Eigenschaften des Autokredites

Von der Kreditart her handelt sich bei einem Autokredit fast immer um einen Ratenkredit, zumindest wenn das Darlehen von einer Bank vergeben wird. Grundsätzlich kommen aber auch noch Autohäuser und Autohändler als Kreditgeber infrage, denn diese bieten ihren Kunden immer häufiger eine Finanzierung an. Auch in diesen Fällen wird – zumindest umgangssprachlich – häufig von einem Autokredit gesprochen. Zunächst sollen allerdings die Merkmale festgehalten werden, die einen Autokredit ausmachen, der seitens der Bank vergeben wird.

Da es sich bei diesem von der Bank vergebenen Autokredit um einen Ratenkredit handelt, besitzt der Autokredit auch alle wesentlichen Eigenschaften dieser Kreditart. Das bedeutet, der Kreditsuchende erhält von seiner Bank eine bestimmte Kreditsumme, die er zum Kauf des Autos benötigt. Der Kreditbetrag muss dann innerhalb einer vereinbarten Dauer zurückgezahlt werden, was in Form der monatlichen Darlehensraten geschieht. Die durchschnittlichen Darlehenssummen bewegen sich beim Autokredit meistens zwischen 3.000 und 30.000 Euro, während die Rückzahlungsdauer relativ oft flexibel vereinbart werden kann und in der Regel zwischen ein und fünf Jahren liegt. Zu den weiteren Eigenschaften eines Autokredites gehört, dass viele Banken den Kredit ausschließlich gegen die Entgegennahme einer Sicherheit vergeben. Infrage kommt hier in erster Linie die Sicherungsübereignung des Fahrzeuges, welches mittels des Kredites finanziert werden soll.

Bei der Sicherungsübereignung überträgt der Kreditnehmer das Eigentumsrecht am Fahrzeug an den Kreditgeber, was in erster Linie durch die Übergabe des Kfz-Briefes bzw. die Einbehaltung durch die Bank geschieht. Nutzen darf der Kreditnehmer das Auto natürlich während der gesamten Darlehensdauer, denn während die Bank sowohl Eigentümerin als auch mittelbare Besitzerin ist bzw. wird, bleibt der Kreditnehmer stets unmittelbar Besitzer. Sollte er jedoch die vereinbarten Darlehensraten nicht mehr ordnungsgemäß zahlen können, hat die Bank das Recht, das Auto zu verkaufen und sich aus dem Verkaufserlös zu bedienen, um die Kreditschulden zu tilgen.

Die Kosten des Autokredites

Die Kosten eines Autokredites sind vom Grundsatz her mit den Kosten eines üblichen Ratenkredites, der als gemeiner Konsumentenkredit von den Banken vergeben wird, identisch. Das bedeutet im Detail, die Kreditkosten bestehen vor allem in den Kreditzinsen, die der Kunde für die Darlehensaufnahme zahlen muss. Darüber hinaus ist im Autokredit-Bereich durchaus nicht unüblich, dass die Bank zusätzlich Bearbeitungsgebühren veranschlagt. Diese Gebühren können sich auf ein oder zwei Prozent belaufen, wobei die Darlehenssumme meistens die Basis für die Berechnung ist. Wenn es um die Kosten eines Autokredites geht, dann sollte an dieser Stelle auf jeden Fall die Möglichkeit erwähnt werden, eine Autofinanzierung alternativ auch direkt beim Händler durchführen zu können.

Die meisten Autohändler, insbesondere wenn es sich um Vertragshändler mit einer Autobank im Hintergrund handelt, bieten ihren Kunden nämlich die Möglichkeit an, das Auto über eine Ratenzahlungsvereinbarung zu kaufen. Für den Kunden, der nach einem möglichst günstigen Autokredit sucht, kommt es daher nicht nur darauf an, die verschiedenen Autokredite der Banken miteinander zu vergleichen, sondern es ist ebenso wichtig, den Autokredit der Bank mit der Autofinanzierung über den Händler zu vergleichen. Wer einen solchen Vergleich bereits einmal durchgeführt hat, der hat unter Umständen Erstaunliches festgestellt: Zwar werben manche Automobilhersteller bzw. Autobanken teilweise mit sehr günstigen Zinssätzen von vier Prozent oder weniger, aber dennoch kann es vorkommen, dass ein zinsmäßig eigentlich teurer Autokredit der Bank in der Summe dennoch günstiger ist. Wie kann das sein?

Das Zauberwort heißt in diesem Zusammenhang Barzahlerrabatt. Dazu muss man wissen, dass es nach wie vor bei vielen Autohändlern üblich ist, dass der Kunde einen Rabatt auf den Kaufpreis erhält, falls er als Barzahler auftritt. Die Barzahlung muss nicht wortwörtlich mit Bargeld erfolgen, sondern auch eine Überweisung des Kaufbetrages wird als Barzahlung betrachtet. Wichtig ist nur, dass der Kunde in diesem Fall eben keine Finanzierung über den Händler vornimmt, sondern den gesamten Kaufpreis spätestens eine Woche nach dem Kauf bezahlt.

Da ein solcher Barzahlerrabatt durchaus bis zu 20 Prozent betragen kann, wirkt sich dies natürlich positiv auf die Gesamtsumme aus, die noch finanziert werden muss. Kauf der Kunde beispielsweise ein Auto im Wert von 20.000 Euro und erhält einen Barzahlerrabatt von 20 Prozent, so müssen nicht mehr die gesamten 20.000 Euro über dem Bankkredit finanziert werden, sondern nur noch 16.000 Euro. Würde der Kunde hingegen anstelle des Bankkredites eine Händlerfinanzierung in Anspruch nehmen, so müssen die vollen 20.000 Euro finanziert werden.

Aus diesem Beispiel ergibt sich, dass der Verbraucher nun gegenüberstellen muss, ob der Bankkredit über 16.000 Euro mit einem Zinssatz von zum Beispiel sechs Prozent in der Summe günstiger ist als die Händlerfinanzierung über 20.000 Euro, wobei der Zinssatz hier beispielsweise mit vier Prozent niedriger ist. Es kann also in solchen Fällen durchaus häufig vorkommen, dass der Händler zwar die scheinbare günstigere Finanzierung (aufgrund des niedrigeren Zinssatzes) anbietet, der Autokredit der Bank in der Summe aber dennoch günstiger abschneidet, weil eben der Barzahlerrabatt die Finanzierungssumme verringert.

Fazit zum Autokredit

Der Autokredit ist heute eine sehr gute Möglichkeit, bei einem anstehenden Autokauf eine optimale Finanzierung durchzuführen. Autokredite werden nicht nur von Banken, sondern mittlerweile auch von anderen Institutionen angeboten, beispielsweise von Automobilclubs. Darüber hinaus sind es auch immer mehr Autohändler, die eine solche Finanzierung anbieten. Wichtig ist, beim Vergleich der Angebote darauf zu achten, dass bei der Gegenüberstellung vom Bankkredit und Händlerfinanzierung auch der mögliche Barzahlerrabatt eingerechnet wird.