ÖkostromMehr als nur Solarenergie
Ökostrom: Was ist das eigentlich?
Ökostrom ist Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise Wind- und Wasserkraft oder Erdwärme gewonnen wird. Wurde dieser Begriff früher nur als Synonym für die Gewinnung von Solarenergie verwendet, umfasst er heute alle nachhaltigen Energiequellen.
Früher war Ökostrom ein Produkt für Enthusiasten, die mit Solar-Panels selbstständig Strom erzeugten. Heute engagieren sich fast alle Stromanbieter auf diesem Markt. Die Angebote sind preislich mit denen für herkömmlichen Strom aus Atomkraft oder Kohle durchaus zu vergleichen, helfen jedoch, den Treibhauseffekt zu reduzieren. Deshalb wechseln immer mehr Menschen zum Ökostrom, so dass in Deutschland inzwischen 11 Prozent der Gesamtstrommenge durch erneuerbare Energien abgedeckt werden können.
Wind- oder Wasserkraft sind die wichtigsten Energiequellen für Ökostrom. Die Gewinnung von Strom durch Sonnenenergie, Erdwärme oder Biogas erfolgt hingegen noch nicht wirtschaftlich genug, um in großem Rahmen den Strommarkt zu bereichern. Das Ziel allen Engagements ist der Ausstieg aus der Atomenergie. Deshalb wird viel Zeit und Geld in den Ausbau regenerativer Energiequellen investiert.
Zum Ökostrom wird häufig auch fossile Energie gezählt, die durch Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen wurde. Heizkraftwerke, die nach diesem Prinzip arbeiten, sind sehr effizient und erzeugen nur wenig Kohlendioxid. Deshalb empfehlen auch Naturschützer diese Alternative, wenn wenigstens 50 Prozent des verbrauchten Stroms aus regenerativen Energiequellen stammen.
Ökostrom-Anbieter
Der Strommarkt ist sehr flexibel. Eine ganze Reihe von Anbietern kämpft hier um eine gute Position. Früher waren sie vor allem im regionalen Raum angesiedelt, doch inzwischen agieren auch überregionale Anbieter auf diesem Markt.
Immer mehr Unternehmen spezialisieren sich sogar auf grünen Strom, da die Nachfrage seit Jahren nicht abnimmt. Sie entwickeln sich zu einer ernsthaften Konkurrenz für die zum Teil sehr lange am Markt befindlichen Energieversorgungsunternehmen und Stromriesen, die nicht nur Ökostrom, sondern auch herkömmlichen Strom verkaufen. Der Konkurrenzkampf drückt die Preise. Wenn sich viele Verbraucher für grünen Strom entscheiden, wird er in Zukunft billiger als der konventionelle Strom sein.
Das Stromnetz kann man sich vereinfacht als eine Art See vorstellen. Es gibt viele Zuflüsse auf Seiten der Stromanbieter und Abflüsse auf Seiten der Verbraucher. Man sieht dem Strom im See jedoch nicht an, aus welcher Quelle er stammt. Deshalb muss darauf geachtet werden, dass immer mehr Ökostrom dem See zugeführt wird, damit im Idealfall Kernkraft und Kohle zur Stromerzeugung irgendwann nicht mehr benötigt werden.
Um dieses Ziel zu erreichen wurde im Jahr 2004 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen. Es räumt der Erzeugung erneuerbarer Energien einen Vorrang ein. Bis 2012 soll sich sein Anteil an der Gesamtstrommenge auf mindestens 12,5 Prozent erhöhen und im Jahr 2020 schon 20 Prozent betragen.
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Weiterführende Informationen:
Ökostrom im Vergleich - Die besten Angebote im Überblick
Strom FAQ - Die wichtigsten Antworten zum Thema Strom
