Anbieter- und Tarifwechsel
Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist nicht komplizierter als der Wechsel des Stromanbieters grundsätzlich. Sehr einfach funktioniert die Recherche im Internet. Kennt man den durchschnittlichen Verbrauch des eigenen Haushaltes, kann man sich mit einem der zahlreichen Tarifrechner über die unterschiedlichen Angebote informieren. Die kann man sich sehr einfach nach dem günstigsten Preis, aber auch nach der Seriosität der Anbieter gestaffelt anzeigen lassen.
Strom ist unsichtbar. Man kann der Steckdose nicht ansehen, ob die entnommene Energie atomarer, fossiler oder erneuerbarer Natur ist. Nur anhand der Rechnung wird deutlich, aus welchen Quellen der verbrauchte Strom stammt. Über das allgemeine Versorgungsnetz ist jeder Verbraucher an den „Stromsee“ angeschlossen. Der alleinige Verbrauch von Ökostrom ist also nur rechnerisch zu gewährleisten.
Auf der Suche nach dem günstigsten Preis sollte man nicht das billigste Angebot in Anspruch nehmen. Anbieter, die beispielsweise auf einer Vorauszahlung bestehen, sind zwar in der Regel besonders günstig, doch ihr Angebot ist mit einigen Risiken verbunden. Meldet das Unternehmen Konkurs an, geht die Vorauszahlung komplett verloren. Außerdem wird Wenigerverbrauch nur selten erstattet und Mehrverbrauch meist teuer bezahlt.
Der neue Vertrag sollte eine möglichst kurze Laufzeit vorschreiben, da sich die Konditionen am Strommarkt zurzeit sehr schnell ändern. Eine kurze Kündigungsfrist (idealerweise vier Wochen) stellt eine passende Ergänzung dar. Viele Anbieter gewähren eine Preisgarantie oder ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung und machen die eigenen Angebote so für Verbraucher besonders attraktiv.
Ökostrom-Zertifikate
Beinahe jeder Versorger hat heute einen sogenannten Ökotarif im Angebot. Das heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass dieser umweltfreundlich ist. Die sogenannten Stromzertifikate schaffen diesbezüglich Sicherheit. Sie bestätigen, dass es sich bei dem gezeichneten Tarif auch wirklich um ein ökologisches Erzeugnis handelt.
Zertifizierte Anbieter gewährleisten, dass sie in erneuerbare Energien investieren und gleichzeitig den Anteil an fossiler und atomarer Energie verringern. Durch das EEG sind sie verpflichtet, ihren Anteil an ökologischer Energie beständig zu erweitern.
Ökostrom ohne Zertifikat bedeutet dagegen kein Plus für die Umwelt. Nicht zertifizierte Anbieter schichten oft einfach ihr Stromangebot um. Sie erhöhen so, rein rechnerisch, den Anteil am Atomstrom auf Seiten der „normalen“ Kunden, um Ökostromkapazitäten für klimabewusste Verbraucher freizumachen. Der Klimaschutz bleibt in diesem Fall ein Rechenbeispiel, solche Angebote haben keinen positiven Effekt auf die Energiebilanz.
Zurück zu Seite 1 / Ökostrom: Was ist das eigentlich?
Ökostrom im Vergleich - Die besten Angebote im Überblick
Strom FAQ - Die wichtigsten Antworten zum Thema Strom