Gasverbrauch

Richtig heizen

Die Gaspreise steigen wie alle Energiepreise seit Jahren deutlich an. Auch in Zukunft ist mit einem Sinken der Gaspreise nicht zu rechnen. Der schnellste Weg, die Gaskosten zu verringern, ist der richtige Umgang mit der Gasheizung.

Den Gasverbrauch kann man mit einer Reihe von Maßnahmen drosseln. Das beginnt schon bei der Einstellung der Raumtemperatur: In der Regel sind die meisten Wohnräume in der kalten Jahreszeit überheizt. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 20 Grad. Als Faustregel gilt: Die Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad spart durchschnittlich 5 Prozent Heizkosten.

Über Nacht sollte man die Heizung auf 10 bis 12 Grad einstellen. Abends kann man die Nachwärme nutzen, indem man die Heizung bereits eine Stunde vor dem Schlafen ausstellt. Zur Heizungssteuerung gibt es automatische, programmierbare Regler, so genannte Thermostate, die die Heizung morgens hochfahren und abends abschalten.

Der Einbau hilft in jedem Fall, die Heizkosten zu reduzieren. Für die Zeiten, in denen man nicht zu Hause ist, empfiehlt es sich, die Raumtemperatur ebenfalls absenken. Dies ist auch bei längeren Abwesenheiten von mehreren Tagen im Winter energiesparender als ein völliges Abschalten. Ferner sollten die Heizkörper frei hängen oder stehen und nicht verkleidet oder von Möbeln verstellt sein. Mehrmaliges, fünfminütiges Stoßlüften anstelle von Dauerlüften verhindert Wärmeverlust. 

Gaskesselmodernisierung und Wärmedämmung

Wer langfristig den Gasverbrauch senken möchte, der benötigt einen Gaskessel, der die Energie bestmöglichst verwertet. Neue Gaskessel zeichnen sich durch eine große Effizienz aus. Im Vergleich zu zwanzig Jahre alten Geräten verbrauchen die aktuellen Gaskessel zwischen 20 und 40 Prozent weniger Gas.

Die Investition in einen neuen Gasbrennwertkessel oder Gasheizkessel zahlt sich also aus – für Mieter und für Eigenheimbesitzer. Die Anschaffung ist allerdings nicht ganz billig: Gasbrennwertkessel kosten zwischen 3500 und 6000 €.

Auf lange Sicht jedoch sind die Einsparpotenziale enorm, wenn man die jährlichen Energiepreissteigerungen mit in die Kalkulation einbezieht.
Im Klartext bedeutet das: Innerhalb weniger Jahre ist die Ausgabe für den neuen Brennwertkessel durch die Ersparnis bezahlt. Danach spart man jedes Jahr weiter bares Geld. Wer sich für einen neuen Gaskessel entscheidet, kann zudem mit finanzieller Unterstützung rechnen.

Es gibt zahlreiche Förderprogramme für Mieter und Eigenheimbesitzer. Staat, Bundesländer und Kommunen greifen mit Zuschüssen und Darlehen unter die Arme. 
 
Eine weitere wichtige Sparmaßnahme ist die Wärmedämmung. Durch optimale Dämmung kann der Wärmeverlust einer Gasheizung zwischen 10 und 30 Prozent verringert werden. Die Wärmedämmung umfasst die gesamte Wohnung bzw. das ganze Haus. Der Gasheizkessel und die Leitungsrohre sollten ebenso mit Dämmmaterial isoliert sein wie die Außenwände, Keller, Dach und Decken. Spezielle Fenster aus Isolierglas verhindern Wärmeverlust. Auch Türschlitze und Fensterbänke können mit Stoffrollen zugdicht gemacht werden.

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Weiterführende Informationen:

Gaspreise im Vergleich - Die besten Angebote im Überblick
Gas FAQ - Die wichtigsten Antworten zum Thema Gas